SPENDEN: Caritasverband und Ukraine-Hilfe Worms organisieren Hilfstransport nach Boryslaw
Hygieneartikel für Bedürftige
Die Freude war groß, als der Hilfstransport aus Worms in Boryslaw ankam. Ehrenamtliche aus der Nibelungenstadt Übergaben den Verantwortlichen der dortigen Caritas-Regionalstelle die Hygieneartikel und machten sich vor Ort in der Westukraine ein Bild von der Lage. Foto: Caritasverband Worms
Der Caritasverband Worms setzt sein Engagement für Menschen in der Ukraine fort: Gemeinsam mit dem Verein Ukraine-Hilfe Worms konnte der nächste Unterstützungskonvoi nach Boryslaw in der Westukraine gehen. Windeln, Waschmittel und Hygieneartikel wurden sehnsüchtig erwartet und an Bedürftige verteilt.
Großzügig gespendet
Bereits im Mai hatten der Verband und der Hilfsverein gemeinsam einen Transport in die Ukraine zur Caritas-Regionalstelle Boryslaw geschickt. Nun war die Freude groß, als erneut Güter aus Worms eintrafen. Neben einer Palette Waschmittel sowie Pflegebedarf aus der Caritas-Altenhilfe und Hygieneartikeln von der katholischen Kirchengemeinde Abenheim befanden sich auch Spenden einzelner Privatpersonen im Transporter. „Eine ältere Bewohnerin aus der Caritas-Wohngemeinschaft St. Josef hatte beispielsweise eine große Ladung an Hygieneartikeln auf ihren Rollator gepackt und war extra zur Sammelstelle im Caritas-Zentrum St. Vinzenz gekommen, um sie vorbeizubringen“, berichtete Beata Juschak, Ukraine-Koordinatorin des Caritasverbands Worms und gleichzeitig mit ihrem Mann Maxim Juschak treibende Kraft im Verein Ukraine-Hilfe Worms.
Dankbar angenommen
In Boryslaw wurden die Spenden dankbar angenommen, insbesondere die Windeln für Erwachsene. „Eine normale Rente in der Ukraine beträgt umgerechnet etwa 100 Euro, und eine Packung Windeln für Erwachsene, zirka 20 Stück, kostet rund 15 Euro – da müssen sich die Älteren manchmal entscheiden, ob sie Windeln oder Nahrungsmittel kaufen“, berichtete Beata Juschak. Die Sachspenden wurden in der Umgebung der Caritas-Regionalstelle an Bedürftige verteilt: Besucher der Tagesklinik, Menschen mit Behinderung, Rentner, Alleinerziehende und Binnenflüchtlinge. Zur Übergabe waren auch Ehrenamtliche aus dem Caritasverband und dem Wormser Ukraine-Hilfsverein mitgereist. In Boryslaw wurden sie von Petro Pidlubnyi, dem Direktor des Sozialzentrums Caritas Boryslaw empfangen. Er bedankte sich herzlich und sichtlich gerührt für die Unterstützung aus der Nibelungenstadt.