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Fr., 04. April 2014, 13:29 Uhr
Die sechs Projektgruppen aus engagierten Rentnern präsentierten die zügige Umsetzung ihrer Vorhaben und suchen noch aktive Mitstreiter
„Ich bin dabei!” geht in die Realisierungsphase
Das Moderatorenteam steht den vielen Interessenten hilfreich zur Seite. von links: Ernst-Josef Bonnkirch, Elisabeth Gransche, Christina Heimlich und Klaus Steinborn. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Projekt-Werkstatt ”Ich bin dabei!” ist eine Initiative der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, die im Jahr 2013 angestoßen wurde. Für das gesamte Bundesland wurden insgesamt sechs Pilotstädte herausgesucht. Eine dieser Kommunen ist Worms. Das Projekt richtet sich an engagierte und vitale Rentner, die nach ihrer beruflichen Tätigkeit ein Aktionsfeld suchen, in das sie sich einbringen und ihre Wissen zum Nutzen der Gesellschaft einbringen möchten. Es kann sich dabei um Bildungsangebote, Hilfsprojekte für Mitmenschen oder ein einfach um Aufgaben handeln, die sie Stadt schöner und lebenswerter machen.
Drittes Treffen
Nachdem der Startschuss für die Projekt-Werkstatt in Worms im Januar 2014 fiel, fand am vergangenen Donnerstag das insgesamt dritte Treffen der inzwischen rund 25 der Interessenten statt. Bisher konnten sechs Vorhaben angeschoben werden. Jeweils ein Sprecher der sechs Arbeitsgruppen präsentierte den Planungs- und Umsetzungstand. Die ersten Projekte sind dabei schon angelaufen, andere stehen kurz vor der Umsetzung. Ein Problem, das alle gemeinsam trifft, ist der bisher nicht ausreichend geklärte Versicherungsschutz. Hier möchte aber die Stadt Worms sowie die Staatskanzlei in Mainz für Klärung sorgen.
Sechs Einzelprojekte
Die sechs Projektgruppen sind dabei folgenden Aktivitäten umzusetzen: 1) Die Gründung einer Bürgerstiftung, mit der gemeinnützige, nachhaltige Vorhaben finanziert werden sollen; 2) Eine Alltagshilfe, die etwa einspringen soll, wenn die Mutter zu Art muss und keiner das Kind betreuen kann; 3) In Neuhauen-West soll ein Mitmachgarten für Kinder errichtet werden, in dem Buben und Mädchen selbst Gemüse anbauen und es schließlich ernten und verspeisen: 4) Eine Arbeitsgruppe hat es ich zur Aufgabe gemacht, die Begabung von Migrantenkindern zu fördern und unentdeckte Talent zu fördern; 5) Begeistert Sportler wollen in Neuhausen eine Bouleanlage entstehen und betrieben werden; 6) Das Bahnhofs-Umfeld soll verschönert und mit Aktionen noch attraktiver werden.
Vier Moderatoren betreuen
Um die ehrenamtlichen Helfer zu betreuen, steht ein vierköpfiges, kompenetentes Moderatorenteam zur Verfügung. Dies sind Elisabeth Gransche, städtische Migrationsbeauftragte und Vertreterin der Verwaltung, Christina Heimlich, Vorsitzende des Wormser Sozial- und Bürgernetzwerks, Ernst-Josef Bonnkirch, ehemaliger Lehrer, und Klaus Steinborn, ehemaliger Wohnungsbau-Architekt, moderieren das Projekt.Interessierte können sich mit dem Moderationsteam in Verbindung setzen. Ansprechpartner für Interessenten sind Ernst-Josef Bonnkirch, Telefon (06247) 7805, E-Mail bonnkirch@web.de und Klaus Steinborn, Telefon (06241) 9773012, E-Mail steinborn50@kabelmail.de.
Braucht die Stadt einen Koordinator?
Es ist als sehr positiv zu bezeichnen, wie engagiert und mit großem Herzblut gerade Rentner an die vielfältigen Aufgaben in der Nibelungenstadt herangehen, für die im Haushalt keine Mittel zur Verfügung stehen. So existieren inzwischen gibt es unzählige Vereine, Gruppen und Initiativen, die sich von Bildung über sozialen Belange oder Kunst beschäftigen. Die Frage ist nur, wer behält hier noch den Überblick und weiß was es alles gibt und wer der Ansprechpartner ist? Gefordert wird daher eine hauptamtliche Koordinierungsstelle bei der Stadt, die für noch mehr Effizienz und Synergieeffekte sorgt.