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  • Sa., 16. August 2014, 19:00 Uhr
    Jazz & Joy litt am Freitagabend unter den heftigen Schauern und fand für viele Besucher unter dem Regenschirm statt

    "Ich will keinen Regen mehr!"

     

    Der Dauerregen beherrschte am Freitagabend Jazz & Joy.


    Von Regina Urbach Nachdem schon den ganzen Nachmittag die Blicke der Veranstalter bang zum dramatisch-gräulichen Himmel geflogen waren, machte ein erbarmungsloser Wettergott gegen 19 Uhr Ernst: Unwetterartige Platzregengüsse gingen über die Festivalbesucher nieder. Am meisten hatten darunter die Vorgruppen zu leiden. Ivy Quainoo auf dem Marktplatz konnte nur Einzelgrüppchen mit Regenschirmen anlocken, die sich mehr unterhielten als gebannt lauschten. Viele Zaungäste strandeten denn auch trocken unter den großzügigen Schirmen von Vannini. Nachdem die Ordner ein Einsehen hatten und doch Regenschirme auf dem Platz zuließen, füllte er sich auch. Über zwei Leinwände sah man auch von hinten genug von der Performance. Pünktlich um 21 Uhr erschien Sunnyboy Tim Bendzko und sang den Regen weg: „Ich will keinen Regen mehr“ und eine knackig-tanzbare Version seines Welt-Retten-Hits  lockten auch mittlere Jahrgänge aus der Reserve. Aus den ersten Reihen, aus denen das erwartete Teeniekreischen zu hören war, flog ein überdimensionierter BH mit „Grüßen von Anja“ auf die Bühne. Schon um 22 Uhr wollte Bendzko Schluss machen, ließ sich dann aber (vielleicht auch wegen der fünf Wormser Musiker in seiner Band?) noch eine weitere Dreiviertelstunde zu sieben Zugaben hinreißen. Danach hatte wieder der Regen das Wort.

    Ganz anders dagegen der Abend auf dem Weckerlingplatz. Schon zur Preselection mit der belgischen Soulsängerin Caroll Vanwelden und drei weiteren jungen Musikern, die erstmals zusammen jazzten, drängte sich seine zahlreiche eingefleischte Fangemeinde unterm gemeinsamen Dach, das  bis 23 Uhr (bis auf Tropfen) dichthielt. Maceo Parker und Band  begeisterten mit gepflegtem Funk, vieles im Sound seiner musikalischen Heimat, James Browns, akrobatischem Schlagzeuger und einer greifbaren Beziehung zu den Fans, darunter viele Gesichter der lokalen Musik- und Politprominenz. Auch sie wurden nur mit langem Zugabeset entlassen. Bei leiseren Stücken donnerte der Regen als Dauerpercussion aufs Dach. Wetterfesten Jazz-and-Joy-Fans machte die Sintflut weniger aus als den Spezialkonzertbesuchern, von denen einige ihre Karten im Vorfeld zurückzugeben versuchten. Nun gilt es nur noch die Absage Till Brönners für Sonntag zu verkraften. Dieter Ilg ist auf dem besten Wege dazu: Megakurzfristig konnten er und David Maier Christof Lauer und das Patrice Heral Duo ins Boot holen. Schon jetzt ist klar: Dieses Festival wird Unvergessliches zur Anekdotensammlung um die Traditionsveranstaltung beitragen!

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