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  • Mi., 04. Oktober 2017, 10:27 Uhr
    Herbstwanderung zur Pegelmessstation an der Pfrimm / Vor- und Nachteile erörtert

    Ideen für eine anstehende Renaturierung gesammelt

    Im Rahmen der Herbstwanderung wurden interessante Informationen ausgetauscht, die auch künftig in die Arbeit der IG Pfrimm einfließen werden.


    Für die Wormser ist das Pegelhäuschen am Rhein ein fester Begriff und ein beliebter Treffpunkt. Wenige wissen jedoch, dass es an der Pfrimm auch zwei Pegelmessstationen gibt und zwar in Albisheim und die Zweite wurde 2014 nach Pfeddersheim verlegt. Nach den vollendeten Renaturierungsarbeiten in Monsheim war diese Verlegung der dortigen Station notwendig geworden. Es war damals nicht einfach einen neuen Standort zu finden, weil der Uferbereich der Pfrimm bestimmte Anforderungen erfüllen musste. In Pfeddersheim im Bereich der Ostrandsiedlung wurde man fündig.

    Seit der Fertigstellung hat Matthias Hugo (Vorstandsmitglied der IG Pfrimm e.V.) ehrenamtlich die Betreuung dieser hochtechnisch ausgestatteten Messstation übernommen. Wöchentlich überprüft er gewissenhaft die Anlage und nicht nur der Wasserstand der Pfrimm wird gemessen, sondern auch die Wassertemperatur und Fließgeschwindigkeit wird festgehalten und wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Daten werden direkt an die Behörde in Mainz und zur Wormser Feuerwehr weitergeleitet und können im Internet unter www.geoportal-wasser.rlp.de eingesehen werden. So hatte die Pfrimm beispielsweise beim letzten Pfrimm-Hochwasser, von dem die Gatzenmühle in Pfiffligheim betroffen war, einen Höchstpegelstand von 1,96 cm.

    Nur kurze Vorwarnzeit

    Allerdings werden die immensen Regenwassermengen, die von der 4 Hektar großen Fläche der Autobahn in die Pfrimm geleitet werden nicht gemessen, weil die Messstation davor liegt. Auch ein weiterer Nachteil besteht. Der Pegelstandort liegt in der Nähe von Worms und die Pfrimm hat bei Hochwasser eine rasante Fließgeschwindigkeit, so dass die Vorwarnungszeit sehr kurz ist, fast zu kurz für den Hochwasserschutz in Worms. Für die Mitglieder der IG Pfrimm sind die enormen Erfahrungswerte von Matthias Hugo ein wertvoller Beitrag für ihre weitere Arbeit und Grund sich die Anlage im Rahmen einer Herbstwanderung ausführlich erklären zu lassen. Eleonore Bittner und Bruno Heilig dankten ihm für sein Engagement. Als nächsten Schritt wird der Kontakt mit der Feuerwehr überlegt.

    Leider war aber auch ein Hinweisschild neben der Pegelstation über den Jakobswanderweg entlang der Pfrimm mit Graffiti verschandelt worden, was die Wandergruppe genauso angewidert wahrnahm, wie die neue Verschandelung an dem Pfrimmparkpavillon. Auf dem Weg zum Pegelhäuschen konnte der fertig gestellte Damm und die Hochwasseranlagen mit Schließtoren in Leisel- und Pfeddersheim besichtigt werden. Auch das Wachstum der einst gespendeten Bäume wurde überprüft und Ideen für eine anstehende Renaturierung der Pfrimm gesammelt, die nach Anschauung von Otwin Koch viel zu langsam voranschreitet.

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