Neujahrsempfang in Wiesoppenheim / Ortsvorsteher fordert Lärmschutz und hofft auf viele Bauplätze
Im Bann der A 61
Im Beisein des Stadtoberhauptes Michael Kissel ehrte Ortsvorsteher Karlheinz Henkes (8. v. l.) Sandra Vantanakul, Lana Puzic-Frey, Ciara, Christoph und Cora Kraft, Helene und Dieter Ulrich, Sabine Weiler, Petra Kissel sowie Sabine Löscher. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT „Seit, glaube ich, 27 Jahren bin ich Ortsvorsteher in Wiesoppenheim und das vergangene Jahr hat an meinen Nerven gezehrt“, gewährte Karlheinz Henkes seinen Gästen zum Neujahrsempfang im Martinssaal einen persönlichen Ein- und Rückblick: So habe eine Mehrheit im Ortsbeirat als einziger Vorort den von unabhängigen Sachverständigen erarbeiten Vorschlag zum Flächennutzungsplan abgelehnt. Allerdings schätze er, dass im weiteren Verlauf doch noch ein Kompromiss habe gefunden werden können. „Ich wünsche uns möglichst viele Bauplätze, um jungen Familien den Zuzug nach Wiesoppenheim zu ermöglichen“, legte Karlheinz Henkes dar.
Leider wurden nach Angaben des Ortsvorstehers auch die Hoffnungen der Schallschutzwand nicht in vollem Umfang erfüllt, denn entgegen der Aussagen der Experten ist die Wand 150 bis 200 Meter zu kurz. Dafür, dass der Landtagsabgeordnete Jens Guth den verantwortlichen Landesbetrieb Mobilität in die Pflicht genommen habe, den Lärm vor Ort zeitnah zu messen, zeigte sich Henkes dankbar. „Ich hoffe, dass dann aus objektiven Gründen lärmmindernd nachgebessert werden kann“, so der Ortsvorsteher, dessen Kritik auch bei Oberbürgermeister Michael Kissel Gehör gefunden hat: „Da müssen wir nochmal ran“, bekannte sich auch Kissel in seinem späteren Grußwort zu einem Ausbau des Lärmschutzes entlang der A 61.
Mit der in Fragen des Brandschutzes ertüchtigten Grundschule visierte Karlheinz Henkes sodann ein erfreulicheres Thema an – zumal in naher Zukunft auf dem Sportfeld auch zwei Tore zur Verfügung stehen werden. Erfreulich gestalte sich darüber hinaus das nachbarschaftliche Zusammenleben mit zehn iranischen Christen, die in Wiesoppenheim Zuflucht gefunden hätten. Zufrieden äußerte sich wiederum auch Oberbürgermeister Michael Kissel ob der gezeigten Hilfsbereitschaft der Wormser. Wer allerdings als Flüchtling glaube, mehrfach kriminell auffällig werden zu können, müsse wie im Falle einer Flüchtlingsfamilie in Worms mit einer konsequenten Abschiebung rechnen.