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Mo., 10. Januar 2022, 14:15 Uhr
Handball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Frauen: TG Osthofen unterliegt VTV Mundenheim zum „Saison-Restart“ klar mit 18:27 (8:14)
Im Derby gegen aggressive Hornissen chancenlos
Vanessa Maluschke kam gegen Ende der Partie gegen Mundenheim aus dem rechten Rückraum immer besser ins Spiel und erzielte – wie hier beim Sprungwurf gegen die VTV-Abwehr – insgesamt fünf Tore für die TG Osthofen. Foto: Felix Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Es bleibt auch nach der wegen der Corona-Pandemie ewig langen Winterpause dabei: Die Handballerinnen der TG Osthofen haben in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar der Frauen einen schweren Stand. Im ersten Spiel nach ganzen sieben Wochen Spielpause musste die Truppe um TGO-Trainerin Corinna Schuhmacher im Derby gegen VTV Ludwigshafen-Mundenheim eine deutliche 18:27-Niederlage hinnehmen, die sich bereits früh zur Halbzeit beim 8:14-Rückstand abzeichnete. Der Kampf um den Klassenerhalt dürfte für die TG Osthofen in der Saison 2021/2022 eine richtig hohe Hürde sein, zumal der Tabellenvierzehnte künftig auf eine ihrer besten Rückraum-Spielerinnen verzichten muss, wechselte die erst zu Saisonbeginn verpflichtete Bosnierin Sanja Pajic doch zum Jahresende 2021 ziemlich überraschend nach Island.
Gutem Start folgt bald Ernüchterung
Allen widrigen Vorzeichen mit nur einer einzigen Trainingseinheit unter der Woche seit November 2021 zum Trotz startete Osthofen gut in die Partie. Insbesondere TGO-Spielmacherin Mona Schmitt zeigte von Beginn weg ihre Klasse, sorgte mit drei sehenswerten Treffern bis zum 4:4 (8.) für ein ausgeglichenes Spiel gegen die Hornissen, wie die Mundenheimerinnen sich selbst bezeichnen. Eine erste Zeitstrafe brachte Osthofen aus dem Tritt. Binnen zwei Minuten zogen aggressiv angreifende Hornissen auf 4:7 davon. „Wir legen meist echt gut los, um dann nachzulassen“, stellte TGO-Trainerin Corinna Schuhmacher ernüchtert fest. Die körperlich robuste 6:0-Abwehr der Gäste zog den unsicher wirkenden TGO-Angreiferinnen früh den Zahn.
Angriff ist TGO-Achillesferse
„Es liegt nicht an der Abwehr, sondern am Angriff“, machte Corinna Schuhmacher das Manko ihrer Mannschaft in der aktuellen Situation aus. Fast 15 Minuten blieb Osthofen nach dem Anschluss zum 6:7 (13.) ohne eigenen Torerfolg, leistete sich in dieser entscheidenden Phase der Begegnung etliche technische Fehler. Typisch für die erste schwache Hälfte: In doppelter Überzahl von sechs gegen vier Feldspielerinnen kassierte die TGO kurz vor der Pause den Treffer zum 8:14-Halbzeitstand. Es mangelte schlichtweg, sieht man einmal von Mona Schmitt ab, an der Durchschlagskraft im TGO-Angriff. „Nur acht eigene Treffer in einer Halbzeit sagen alles über unsere Achillesferse“, resümierte Corinna Schuhmacher.
Schlussphase macht Hoffnung auf Besserung
Immerhin: Osthofen steckte nicht auf, hielt gegen „ein gutes mit viel Tempo agierendes Mundenheimer Team“ (Corinna Schuhmacher) speziell in der Schlussphase des Matches mit einigen sehenswerten Aktionen dagegen. Vanessa Maluschke aus dem rechten Rückraum und Linksaußen Catherine Daut ließen ihr Können aufblitzen, was für den weiteren Saisonverlauf durchaus Hoffnung macht. In Gefahr geriet der klare 27:18-Auswärtssieg der Mundenheimer Hornissen freilich nie. Insgesamt blieb der Eindruck haften, dass noch viel Trainingsarbeit auf die Frauen der TGO wartet, um das gesteckte Ziel Klassenerhalt zu erreichen.