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  • Do., 17. Oktober 2019, 14:49 Uhr
    EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT: Psychosoziale Notfallversorgung des DRK braucht Helfer / Einsatzzahlen steigen an

    Im Januar startet Grundausbildung

    Kerstin Werz-Schweitzer und Markus Hieronymus möchten Interessenten Mut machen, bei der PSNV mitzuwirken.


    Ein tragischer Unfall oder ein schlimmer Notfall - da braucht es nicht nur Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Das Team der Psychosozialen Notfallversorgung betreut Menschen in den schwierigsten Stunden des Lebens. Bereits 38 Mal musste das Kriseninterventionsteam Worms, welches aus ehrenamtlichen Helfern des Arbeiter Samariter Bundes, des Deutschen Roten Kreuzes und der ökumenischen Notfallseelsorge besteht, in diesem Jahr ausrücken. Schon jetzt sind es so viele Einsätze wie in 2018. „Auf jeden Fall brachen wir mehr Leute“, sagt DRK-Teamleiter der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV), Markus Hieronymus, „um auch weiterhin immer da sein zu können, wenn Menschen das PSNV-Team brauchen“.

    Im Januar startet wieder eine Grundausbildung in Kooperation mit dem Förderverein Erweiterter Rettungsdienst (FERD e.V.) in Grünstadt. Vorgesehen seien fünf Wochenenden bis August, informiert der 44-Jährige. Bereits seit 2015 lässt das DRK seine ehrenamtlichen Helfer in Grünstadt ausbilden. Darunter auch Kerstin Werz-Schweitzer. Die Westhofenerin fühlte sich angesprochen von einer Anzeige, über die Krisenhelfer gesucht wurden. „Überzeugt hat mich, dass ausschließlich im Team gearbeitet wird“, sagt die 50-Jährige. Die Grundausbildung bei FERD e.V. habe ihr gut gefallen, vor allem weil dort nicht nur wichtiges theoretisches Wissen vermittelt wird, sondern die Teilnehmer durch praxisnahe Übungen und authentische Fallbeispiele sehr realistisch auf ihre späteren Aufgaben vorbereitet werden.

    Strukturen und Zusammenarbeit kennenlernen

    Jeder Absolvent muss aber erst noch als Hospitant bei Einsätzen dabei sein, ehe er zu den Aktiven zähle, so der Teamleiter. Darüber hinaus sei Voraussetzung, dass der Neuling einen Tag mit dem Rettungsdienst unterwegs ist, die Struktur der Feuerwehr und die Zusammenarbeit mit der Polizei kennen lernt und einen Ersthelfer-Kurs abgelegt hat. „Zudem müssen die Interessenten physisch und psychisch belastbar und empathisch sein“, erklärt Hieronymus. Derzeit sind in der PSNV des DRK 8 Helfer ehrenamtlich aktiv. Das Einsatzgebiet erstreckt sich von der Stadt Worms über die Verbandsgemeinden Eich und Monsheim, sowie teilweise über die VG Wonnegau.

    Ihre ersten Einsätze als PSNV-Helferin wird Kerstin Werz-Schweitzer sicher nicht vergessen. Bei einem plötzlichen Todesfall zu Hause waren Angehörige zu betreuen. Eine Todesnachricht musste mit der Polizei überbracht werden und ein Suizid. Damit hatte sie die drei häufigsten Einsatzarten kennengelernt. Inzwischen hat sie bei vielen Ereignissen Krisenintervention geleistet - „und habe meine Entscheidung noch nie bedauert“, betont sie. Interessierte müssen mindestens 23 Jahre alt sein und einen Führerschein besitzen. Weitere Informationen beantworten die Retter für die Seele gerne unter Telefon: 06241/4007-723 oder per E-Mail an psnv@drk-worms.de

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