Di., 05. November 2019, 11:30 Uhr
HSG WORMS: Wormser Drachen verlieren 24:30 gegen HSG Rhein-Nahe aus Bingen
Im Tabellenkeller
Die Handballer der HSG Worms bleiben mit gerade einmal vier Punkten tief im Tabellenkeller der Oberliga stecken. Auch das Derby gegen die HSG Rhein-Nahe aus Bingen ging vor heimischem Publikum mit 24:30 (11:14) verloren - und die Wormser Drachen zeigten neben den altbekannten Offensivschwächen nun auch noch viele Lücken in der Abwehr. „Das war arg ernüchternd“, urteilte der sportliche Leiter Herren 1, Marco Palzer, nach Schlusspfiff. Auch Trainer Marco Tremmel zeigte sich enttäuscht ob der Resultats und vor allem ob der Leistung seiner jungen Mannschaft: „Wir hatten keinen Zugriff in der Abwehr und Offensiv war Moritz Happersberger leider der einzige Lichtblick.“
Moritz Happersberg erzielt neun Tore
Der Rückraumspieler mit der Nummer drei hatte in der Tat maßgeblichen Anteil daran, dass die Partie nicht in einem kompletten Debakel für seine Farben endete. Stolze neun Tore erzielte Moritz Happersberger, darunter zahlreiche Treffer in der vielleicht wichtigsten Phase der Partie kurz nach der Pause. Bis dahin war die HSG die klar unterlegene Mannschaft, die auch mit einem 11:14-Rückstand in die Pause ging. Nach einem absoluten Fehlstart (3:7, 8.) fanden die Wormser Drachen nur mühsam in die Partie. Wie so oft in der Saison taten sich die HSGler vor allem mit dem Torewerfen schwer. Elf Tore in einem Durchgang dokumentierten die Offensivschwäche eindrucksvoll. Nach dem Seitenwechsel ging es genauso schlecht weiter für die Hausherren, die erst beim Spielstand von 12:17 in die Partie fanden. Drei Tore von Moritz Happersberger und ein weiterer Treffer des selten in Szene gesetzten Außen Marvin Seyfried ließen die HSG auf 16:17 herankommen. Bingen stoppe den Wormser Zwischenspurt jedoch geschickt mit einer Auszeit, die der HSG dann wieder jeglichen Wind aus den Segeln nahm. Unkonzentriertheit und Fehler im Angriff sowie eine zunehmend wackelnde Defensive, die über weiter Strecken der Partie ohne den angeschlagenen Abwehrchef Julius Herbert auskommen musste, machten die Aufholjagd zu Nichte. Rhein-Nahe setzte sich binnen weniger Minuten auf acht Tore ab (50.). So war in den letzten zehn Spielminuten die Luft raus, jeder in der Halle wusste, wer als Sieger vom Platz gehen würde. 24:30 der Endstand.
Nächstes heimspiel muss gewonnen werden
Dass die HSG aktuell nicht noch schlechter in der Tabelle dasteht als ohnehin, ist auf Pech bei der Konkurrenz zurückzuführen. Sowohl Aufsteiger Dillingen als auch Eckbachtal unterlagen den Spitzenteams aus Zweibrücken und Illtal jeweils mit nur einem Tor. Aufgrund der prekären Situation sind sich Marco Palzer als sportlicher Leiter der ersten Mannschaft und Maximilian Noss als sportlicher Leiter des Aktivenbereichs einig: „Das Heimspiel gegen Valllendar am kommenden Samstag muss gewonnen werden, es gibt keine Ausreden und es gibt keine andere Option. Wir brauchen bis zur Winterpause mindestens 14 Punkte und wir erwarten von unseren Trainer und unserer Mannschaft, das wir bis Ende des Jahres die Punkte holen. Die Konkurrenz schläft nicht und wir sehen leider aktuell keine Weiterentwicklung, sondern deutliche Rückschritte.“