Grünstadt: Märzmarkt, verkaufsoffener Sonntag und „Winterverbrennung" lockten zahlreiche Besucher in die Innenstadt
„Immer wieder kommt ein neuer Frühling"
Am Sonntag lockte der Märzmarkt auf dem Luitpoldplatz mit verkaufsoffenen Sonntag und dem traditionellen „Sommertagsumzug“ zahlreiche Besucher nach Grünstadt. Foto: Rudolf Uhrig
Von Rudolf Uhrig > Das war für die Kindergartenkinder der Kita „Pfalzkitz“ ein Einstand nach Maß. Erstmals waren sie beim Stabausfest dabei und sangen Rolf Zuckowskis Frühlingslied „Immer wieder kommt ein neuer Frühling, immer wieder kommt ein neuer März. Immer wieder bringt er neue Blumen, immer wieder Licht in unser Herz“. Sie sollten auf der ganzen Linie rechtbehalten. Denn noch am Morgen lag leichter Schnee und Reif im Leiningerland. Bürgermeister Klaus Wagner hatte, nach eigenem Bekunden, schon Sorgenfalten auf der Stirn, „… doch dann kletterte das Thermometer nach oben, die Sonne kam zum Vorschein und alles war gut“, so seine Erleichterung, die er auf dem Feuerwehrparkplatz im Nordring der großen Teilnehmerschar vor der „Winterverbrennung“ mitteilte.
Gleich drei Anlässe lockten viele Besucher am Sonntag nach Grünstadt. Da war der Märzmarkt, der den Luitpoldplatz in einen Vergnügungspark mit Autoscooter, Entenangeln, Pfeilwerfen, einem Karussell, dem Kinderfahrgeschäft „Biene Maja“ und vielen weiteren Attraktionen wie Bungee-Trampolin, verwandelte. Und immer damit verbunden auch der verkaufsoffene Sonntag, den der Geschäftsführer des Wirtschaftsforums Grünstadt, Uwe Bernard, mit den Mitgliedern auf die Beine gestellt hat. Und endlich nach drei Jahren wieder, das Stabausfest mit Sommertagsumzug und anschließender Winterverbrennung.
435 Stabausstecken wurden im Vorfeld von den Schülern der Dekan-Ernst-Schule, den Grundschulen aus Sausenheim und Asselheim, der Käthe-Kollwitz-Schule, der Kita St. Peter, Kita Assel-heim und der Integrativen Kita Lebenshilfe gebastelt. Die Brezeln für oben drauf, wurden kurz vor Umzugsbeginn bei der Stadtverwaltung im Kreuzerweg verkauft, wobei der Erlös der Jugendfeuerwehr Grünstadt zugute kam. Von hier aus startete auch der bunte Lindwurm an dem sich das Haus des Kindes, die Kita im Hort, die Kita Pfalzkitz, Kita Asselheim und Kita Sausenheim, die Integrierte Kita Lebenshilfe, katholische Kita St. Peter, die Jugendfeuerwehr, das Schwimmbad CabaLela mit dem freundlichen, blauen Drache Caabi, insgesamt etwa 450 Teilnehmer beteiligten. Von einem Polizeimotorrad angeführt zog der bunte Tross winkend und singend auch durch die brechend volle Fußgängerzone. Den strengeren Auflagen folgend gab es diesmal auch keine vier Motivwagen, die eben die vier Jahreszeiten symbolisieren, sondern nur zwei. Einmal eben CabaLela mit dem Schwimmbad-Drachen Caabi und dem Anhänger der Jugendfeuerwehr voller Frühlingsblumen. Im Einspänner konnte man dann unschwer erkennen, dass da neben Bürgermeister Klaus Wagner nicht die 71. Weingräfin des Leiningerlandes Mara I. saß, sondern der Erste Beigeordnete Hans Tisch. Mara I. fehlte erkrankt. Und mittendrin die Blaskappelle 1959 Abenheim sowie die Wingertsgeischder e.V. aus Alsheim, die mit ihren schmissigen Melodien, Rhythmen und Einlagen für beste Stimmung sorgten. Auch unterhielten sie das Publikum im Nordring wo dann der große Höhepunkt, die Verbrennung des Winters in Form des großen Schneemannes erfolgte.
Die Sonne meinte es gut, so gut, dass sich viele Besucher Kuchen, Kaffee und das erste Eis im Freien sitzend gönnten. Für eine frühlingshafte Stimmung in der Fußgängerzone sorgte wieder die „Osterinseln“ die von den Mitarbeitern des Bauhofs mit viel Liebe zum Detail aufgestellt und mit von Kindergärten und Schulen gebastelten Dekoration geschmückt wurden. Ja, hier fühlten sich die Besucher wohl, denn neben dem Einkaufsbummel wurden allerlei Leckereien wie Bratwürste, Kuchen, Süßes und Schmackhaftes, Weine und Sekte, frische Dampfnudeln, hausgemachtes Grünstadter Bier und frisches Holzofenbrot von Vereinen, Schulen, Winzern und der hiesigen Brauerei angeboten. Auch mit dabei waren zwei Stände der türkischen Gemeinde, an denen es landestypische Spezialitäten gab, deren Erlös komplett an die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien weitergegeben wird.