Mo., 04. September 2017, 16:00 Uhr
Der Grundstücksmarktbericht 2017 für die Stadt Worms ist erschienen / Käuflich zu erwerben
Immobilienpreise steigen weiter
Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte für den Bereich der Stadt Worms hat eine Zusammenstellung der Kaufpreise aus der Kaufpreissammlung für das Jahr 2016 und die Jahre davor vorgenommen. Die Ergebnisse sind in der jetzt erschienenen 20. Ausgabe des Grundstücksmarktberichts 2017 zusammengefasst. Der Grundstückmarktbericht wendet sich nicht nur an Fachleute der Immobilienbranche oder an Bewertungssachverständige, sondern soll auch Grundstückseigentümern, Bauherren und Investoren, sowie Banken, Steuerberatern und Behörden dienen. Neben der Schaffung von Markttransparenz obliegt es dem Gutachterausschuss aus dem Marktgeschehen heraus wertrelevante Daten abzuleiten und stetig zu aktualisieren. Die softwaregestützte Auswertung der Kaufpreissammlung ermöglicht es, für die Ableitung der wertrelevanten Daten sowie der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Methoden und Vorschriften Rechnung zu tragen.
So unterliegt auch der Grundstücksmarktbericht keinen festen Vorgaben, sondern soll in erster Linie den Anforderungen und Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Daher ist der Gutachterausschuss jederzeit an Anregungen und Kritik zum Grundstücksmarktbericht interessiert und steht Vorschlägen zu Weiterentwicklungen und Anpassungen offen gegenüber.
Allgemein
Insgesamt erfasste die Geschäftsstelle im Jahr 2016 1.004 Urkunden bezüglich 1.137 verkaufter Objekte im Gebiet der Stadt Worms. Damit nahmen die Eigentumsübergänge gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent ab. In diesem Zeitraum wechselten in Worms Immobilien in einem Gesamtwert von rund 180,2 Millionen Euro ihren Eigentümer (plus ein Prozent gegenüber 2015). Der Schwerpunkt der Verkäufe lag wie auch schon in den zurückliegenden Jahren im Bereich des Teilmarktes „Wohnhäuser“ mit rund 88,9 Millionen Euro (minus vier Prozent) gefolgt vom Teilmarkt „Wohnungseigentum“ mit rund 47,2 Millionen Euro (minus ein Prozent). Der Gesamtflächenumsatz lag bei rund 99,6 Hektar und damit vier Prozent unter dem Niveau des Jahres 2015 (rund 103,5 Hektar).
Bauplätze
Im Jahr 2016 nahm die Anzahl der verkauften Bauplätze für freistehende Ein- bis Zwei-Familienhäuser erneut deutlich ab, von 35 im Jahr 2015 auf 18 im Jahr 2016 (minus 49 Prozent). Die Verkäufe verteilten sich über das gesamte Stadtgebiet. Die Zahl der verkauften Bauplätze für Doppelhaushälften liegt mit fünf verkauften Plätzen leicht über dem Niveau des Jahres 2015 mit drei Plätzen. Bauplätze für Mehrfamilienwohnhäuser und gemischt genutzte Objekte wurden bereits im Jahr 2015 nicht mehr verkauft. Der Geldumsatz aller Bauplätze belief sich auf rund 12,6 Millionen Euro (plus 5,1 Millionen Euro). Als Bauplätze werden auch bebaute Grundstücke erfasst, deren baulichen Anlagen durch Neubauten ersetzt werden.
Bebaute Grundstücke (Wohnnutzung)
Im Jahr 2016 wurden im Teilmarkt „bebaute Grundstücke“ (inkl. Wohnungseigentum) rund 136,0 Millionen Euro umgesetzt. Im Vorjahr lag der Umsatz bei rund 140,5 Millionen Euro. Der Geldumsatz für bebaute Grundstücke verringerte sich leicht um rund 3,7 Millionen Euro auf rund 88,9 Millionen Euro, der Umsatz für Wohnungseigentum blieb nahezu unverändert (rund 47,9 Millionen Euro im Jahr 2015 auf rund 47,2 Millionen Euro im Jahr 2016). Einfamilienhäuser verteuerten sich durchschnittlich um plus 13 Prozent (freistehende Ein- bis Zwei-Familienhäuser plus 15 Prozent, Doppelhaushälften plus 13 Prozent und Reihenhäuser plus sieben Prozent), Eigentumswohnungen im Weiterverkauf verteuerten sich um plus vier Prozent und kosteten jetzt im Durchschnitt 81.300 Euro für eine durchschnittliche Wohnfläche von rund 63 Quadratmeter (minus zwei Quadratmeter). Der Preis für eine neue Eigentumswohnung lag bei rund 252.000 Euro (minus ein Prozent) bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von rund 90 Quadratmeter (minus fünf Prozent gegenüber 2015).
Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft
Der Geldumsatz im Teilmarkt der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke liegt mit rund 2,3 Millionen Euro (minus vier Prozent) fast auf dem Niveau des Vorjahres. Die Anzahl der Verkaufsfälle verringerte sich von 131 auf 116. Die Umsätze der verkauften Gärten verringerten sich von 29 auf jetzt 17. Im Jahr 2016 wechselten deutlich mehr Ackergrundstücke den Eigentümer (plus 50 Prozent), dagegen verringerte sich die Anzahl der Verkäufe für Weingärten wesentlich (minus 53 Prozent). Der Trend der steigenden Preise setzte sich auch im Jahr 2016 fort. So erhöhten sich der Durchschnittspreis für Ackerland von 3,15 Euro pro Quadratmeter auf 3,40 Euro je Quadratmeter und der Preis für Weingärten von 5,85 Euro pro Quadratmeter auf 6,55 Euro für den Quadratmeter.
Gemeinbedarfsgrundstücke
Der Teilmarkt der Gemeinbedarfsgrundstücke umfasste im Jahr 2016 38 Grundstücksverkäufe. Schwerpunkt war der Flächenerwerb für die Südumgehung der B 47 in Worms.
Erbbaurechte und -grundstücke
Der Teilmarkt „Erbbaurechte/Erbbaugrundstücke“ ist für den Bereich der Stadt Worms von geringer Bedeutung. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses registrierte im Jahr 2016 nur drei Urkunden.
Der Grundstücksmarktbericht 2017 kann im Wormser Rathaus, Zimmer 163, zu den Sprechzeiten von jedermann eingesehen werden (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und Montag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr).
Bei Interesse kann der Grundstücksmarktbericht auch zum Preis von 40 Euro im PDF-Format oder als Druckausgabe zum Preis von 50 Euro zzgl. Versandkosten bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses erworben werden, oder unter www.gutachterausschuss.worms.de gegen Mitteilung der Rechnungs- und Lieferadresse bestellt werden. Kontakt: Gutachterausschuss für den Bereich der Stadt Worms, c/o Stadtverwaltung, Marktplatz 2, 67547 Worms, Telefon 06241/853-6214; E-Mail:
gutachterausschuss@worms.de, Internet:
www.gutachterausschuss.worms.de.