GEMEINSCHAFTSBÜRO: Startschuss für ersten Wormser Coworking Space „c/o buero" gefallen
Impuls setzen
Im Januar kann es losgehen im Wormser „c/o buero“. Interessenten können sich ab sofort melden.
Zehn Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Tarifoptionen wird der erste Wormser Coworking Space „c/o buero“ in den ehemaligen Räumlichkeiten des Herrenausstatters Dähler direkt an der Lutheranlage bieten. Der Ausblick durch die Panoramafenster könnte kaum schöner sein, doch ist dies bei weitem nicht das einzige, was das „Gemeinschaftsbüro“ für Selbstständige und Startups ausmachen wird, wenn der Innenausbau erst einmal beendet ist. „Flexibles Arbeiten ist mehr denn je gefordert. Dazu gilt es, neue Möglichkeiten zu nutzen für ‚New Work‘. Mobiles Arbeiten zum Beispiel und Kooperationen, das ist es, was Coworking ausmacht: All dies bedeutet für traditionelle Arbeitsweisen einen Kulturwandel“, macht Dr. Marcus Walden, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, deutlich. Die Sparkasse ist Hauptsponsor des Projekts und leistet damit gleichermaßen Start- und Nachbarschaftshilfe. Denn direkt in der Blickachse der neuen Räumlichkeiten liegt nicht nur die Lutheranlage, sondern eben auch die Hauptstelle der Sparkasse.
„Gründer aus allen Teilbereichen erreichen"
Die Konzeption für das erste Angebot dieser Art in Worms entstammt einer Kooperation zwischen städtischer Kulturkoordination und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (wfg), die den Coworking Space auch betreiben wird. Als Kooperationspartner konnte die Stadt die Wormser Hochschule gewinnen, die mit Studenten Veranstaltungen in der Hochschule und dem Coworking Space durchführen will. Oberbürgermeister Adolf Kessel verwies bei der Eröffnung der Räumlichkeiten auf die Ziele des Projekts: „Wir wollen mit diesem Angebot Gründer aus allen Teilbereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft, also auch Digitalunternehmen, erreichen“, erläuterte der Stadtchef. Daraus könnten innovative Gründungen entstehen, aber auch die städtische Kulturszene könne durch die Vernetzung gestärkt werden. Und die Etablierung eines Coworking Spaces hat einen weiteren, positiven Nebeneffekt: Ein innerstädtischer Leerstand wird wiederbelebt. Dies könnte auch für andere Eigentümer von Ladenlokalen ein Beispiel für eine alternative Nutzung ihrer Räumlichkeiten sein.
Impuls setzen
Neben den Arbeitsplätzen finden Mieter auf 142 m² auch die nötige Infrastruktur vor. Arbeitsmittel wie Netzwerk, Drucker, Scanner und Beamer gehören ebenso zur Ausstattung wie ein Besprechungsraum, verschiedene Meeting-Points und eine Tee-Küche. Die wfg wird den Coworking Space für zwei Jahre betreiben. Ziel ist es, damit einen Impuls für derlei Angebote in Worms zu setzen und im Idealfall das Konzept nach der Laufzeit von zwei Jahren in privatwirtschaftliche Hände zu übergeben. Im Januar sollen die derzeit noch im Umbau befindlichen Räume dann offiziell eröffnet werden. Interessenten können sich bereits jetzt per E-Mail an coworking@worms.de melden und erhalten dann weitere Informationen.
Kultur- und Kreativwirtschaft
Zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Worms: Diesem Bereich sind 220 Unternehmen mit mehr als 500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zuzuordnen. Hinzu kommen ähnlich viele Klein- und Kleinstunternehmen mit weiteren rund 500 Beschäftigten. Darüber hinaus birgt die Stadt durch die Schwerpunkte der Hochschule besondere Potentiale im Bereich der Digitalisierung.
Sponsoren
Neben dem Hauptsponsor Sparkasse unterstützt die Firma Kinnarps das Projekt. Hinzu kommen weitere Spender, auch aus dem privaten Bereich: Ralf Lottermann, Michael Kundel, die Volksbank Alzey-Worms, Quehl GmbH, Media Markt Worms, Hanna Kruse Interior Design, Buero Obenland, Freisberg Wohnbedarf GmbH und Röstgrad 49`8.