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  • Mo., 09. Mai 2016, 14:30 Uhr
    „Uznamen” und viel Historisches beim „Riwwelkuche-Nachmittag” / Sonderausstellung am 2. und 3. Juni

    In alten Erinnerungen kramen

    Viele Anekdoten und Wissenswertes über Horchheim brachte der „Riwwelkuche-Nachmittag”.


    Bier-Lemmel, Krafte-Bodder oder Chausseekratzer sind Spitznamen von Horchheimer Originalen. Eine Liste dieser „Uznamen“ hatte Gertrud Bertz zum ersten „Riwwelkuche-Nachmittag“ in den Anna-Günther-Saal mitgebracht. Ingo Donsbach und Elsbeth Winhardt hatten aufgrund des 1250-Jahr-Jubiläums von Horchheim eingeladen, um in alten Erinnerungen zu kramen und diese mit anderen Interessierten bei Kaffee und eben diesem „Riwwelkuche“ zu teilen. Spannend zu erfahren war, wie denn diese Personen zu den Namen gekommen waren. Der „Chaussee-Kratzer“ Jakob Rissberger, aus der Wilhelm-Röpcke-Strasse war eben einfach nur ein Straßenkehrer, dessen Hauptaufgabe es war, die Chaussee von Worms heraus nach Horchheim zu säubern. Der „Krafte-Botter“ Walter Kraft, war vor seiner Zeit als Ortsvorsteher Bäcker, soll jedoch Schwierigkeiten gehabt haben, das Wort „Butter“ richtig auszusprechen und hat bei seinen Bestellungen deshalb meist „Bodder“ geordert.

    Ein zweiter Schwerpunkt lag auf alten Geschäften. Hier ergriff Jubiläumschef Günter Hammerle das Wort und verlas eine statistische Aufstellung aller in der Zeit ab 1850 existierenden Geschäfte am Ort. Er verwies auf das Wochenende 2. und 3. Juli. Dann findet in der Untermühle eine Sonderausstellung genau zu diesem Thema statt. Aber Hammerle wusste mit noch mehr Historischem aufzuwarten. Durchaus möglich angesichts der historischen Daten und von einigen Leuten auch behauptet sei die Übernachtung Napoleons nach dem verlorenen Rußland-Feldzug 1812 auf dem Gebiet der heutigen Sparkasse. In vielen weiteren Stichworten wurden auch die alte Synagoge und das Backhaus gestreift. Uschi Freese erklärte zu Beginn den Unterschied zwischen Streuseln und „Hoichemer Riwwele“. Diese haben ihren speziellen Namen, da sie in den Händen „geriwwelt“ (gerieben) werden. Geriwwelt werde nur in Horchheim. Die eingegangen Spenden des Nachmittags von über 70 Euro konnte Ingo Donsbach direkt an Günter Hammerle und Karl-Heinz Dlugosch zugunsten der Unkosten des Jubiläums überreichen. Ein zweiter „Riwwelkuche-Nachmittag” findet am 7. September statt.

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