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Do., 22. Februar 2018, 11:55 Uhr
Volksbank Alzey-Worms trotzt den Herausforderungen / „Stolz und sehr zufrieden mit Jahresergebnis 2017“
„In Champions-League der ertragsstarken Banken”
Für den Vorstand der Volksbank Alzey-Worms eG (von links) Günter Brück, Armin Bork und Dieter Steffan, steht der Kunde im Mittelpunkt des Denkens und Handelns. Foto: Rudolf Uhrig
Vorrangig drei Zutaten braucht es laut dem Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms, Armin Bork, um auch in einem schwierigen Umfeld ein gutes Jahresergebnis einzufahren: eine hochmotivierte Belegschaft, den Finger am Puls der Zeit sowie eine um- und weitsichtige Geschäftspolitik. Seine Bank hat all das vorzuweisen und konnte daher bei der Bilanz-Pressekonferenz mit einem sehr guten Jahresabschluss glänzen. Dabei machte er gleich zu Beginn deutlich, dass es alles andere als ein Zuckerschlecken war. Ein knüppelharter Wettbewerb sowie ein paar alte Bekannte, nämlich Niedrigzinsphase, Regulatorik und Digitalisierung, forderten den Bankern auch in 2017 einiges ab – Ende nicht wirklich in Sicht.
„Digitalisierung ist kein Selbstzweck“
Trotzdem sieht sich die Genossenschaftsbank hervorragend aufgestellt, denn man hat rechtzeitig alle notwendigen Vorkehrungen getroffen – sei es im Hinblick auf eine umfangreiche Investition in die Beratungsqualität oder auch auf eine konsequente Digitalisierungsstrategie. Hierzu machte der entsprechende Ressort-Vorstand Dieter Steffan nähere Ausführungen, indem er zunächst feststellte, dass die Bank sich bereits auf einem hohen Level befindet. Das Geheimnis: „Digitalisierung ist bei uns kein Selbstzweck, sondern der Kunde steht im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Dafür haben wir eine gute und klare Strategie.“
Die Zahl der Nutzer der „Online-Filiale“ steigt stetig aktuell liegt sie bei 48 % der Privatkunden und 72 % der Firmenkunden, ist im letzten Jahr um 3 % gestiegen und der Trend ist weiterhin ungebrochen. Von Adressänderung bis Zusatzversicherung - 69 Serviceleistungen umfasst das Online-Angebot der Bank. Hinzu kommt die Banking-App mit Komplettzugriff auf Konto und Wertpapierdepot mit Realtime-Kursen. Steigerung der Nutzerzahl gegenüber dem Vorjahr: satte 15,2 %. Zum Beispiel Leistungen, wie „Scan-to-Bank“, bei der durch bloßes Abfotografieren der Rechnung bezahlt werden kann oder „Geld senden und anfordern“, wodurch man Geldbeträge unkompliziert wie bei „Whats-App“ an einen Empfänger senden kann, machen die Attraktivität dieser App aus. Brandneu: das Geldsenden funktioniert nicht
nur unter Volksbank-Kunden, sondern jetzt auch mit Kunden der Sparkasse, denn das Voba-System wurde mit „Kwitt“, dem Sparkassenpendant, gekoppelt.
Das sichere TAN-System „VR-SecureGo“, Geld abheben ohne Karte mit „VR-mobile cash“ oder auch der Finanzmanager, ein virtuelles Haushaltsbuch – das Onlinebanking der Volksbank Alzey-Worms bietet alles, was das „mobile“ Herz begehrt. Neuester Coup: Zusammen mit dem EWR wird ein WLAN-Netz für die Kunden aufgebaut, welches diese durch unkomplizierte Einwahl kostenlos nutzen können. In der Wormser Hauptstelle funktioniert es bereits, an elf weiteren Standorten soll es bis zum 30. März umgesetzt sein. Das Filialkonzept, das seit 2016 verfolgt wurde, ist dabei – zunächst – abgeschlossen. Künftig gibt es 7 Kompetenzzentren, u.a. in Worms und Osthofen sowie weitere 26 personenbesetzte Filialen und 23 SB-Stellen.
In Leiselheim und Hamm wurden die Geschäftsstellen geschlossen, in Nierstein ist ein neuer SB-Pavillon entstanden und die Geschäftsstellen in Herrnsheim und Eich feierten nach umfangreichem Facelifting Neueröffnung. Gemeinsam mit der Sparkasse Worms-Alzey-Ried betreibt man darüber hinaus in Abenheim eine SB-Stelle und ganz neu seit 15. Januar eine gemeinsame SB-Stelle in Dittelsheim-Hessloch (in den ehem. Räumen der Sparkasse).
Der vorläufige Jahresabschluss 2017
Die Zahlen, die die Volksbank-Chefs für das Jahr 2017 im Gepäck hatten, können sich mehr als sehen lassen. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 167,3 Mio. Euro auf rd. 3.525,4 Mio. Euro. Wachstumstreiber waren in erster Linie die Kundeneinlagen. Mit der Entwicklung im Kreditgeschäft war man zwar nicht ganz zufrieden, nach Aussage von Vorstandsmitglied Günter Brück lag die Steigerung des Kreditvolumens mit 1,7 % etwas unter den Erwartungen. Jedoch gelte der Grundsatz „Qualität vor Quantität“ und die Kreditnachfrage lag auch im Jahr 2017 auf hohem Niveau. Es wurden 3.376 Kredite mit einem Volumen von 497 Mio. Euro genehmigt. „Unter Einbeziehung der Jahre 2015 und 2016 sind wir um knapp 300 Mio. Euro oder 12,2 % und damit leicht über dem Branchendurchschnitt gewachsen.“ Das Betriebsergebnis vor Bewertung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Mio. Euro auf 37,7 Mio. Euro. „Damit sind wir nicht nur zufrieden, sondern wir sind sehr zufrieden“, zeigte sich Armin Bork stolz. „Wir spielen wir sowohl regional gesehen als auch deutschlandweit im Genossenschaftssektor in der Champions-League der ertragsstarken Banken und hätten zum Jahresbeginn nicht geglaubt, ein solches Ergebnis erzielen zu können.“
Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 40,4 Mio. Euro, und mit einem Steueraufwand von 12,2 Mio. Euro leistet die Bank in diesem Jahr einen um eine Million erhöhten wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl. 12 Mio. Euro will man dem Fonds für allgemeine Bankrisiken zuführen und der Vertreterversammlung vorschlagen, die Rücklagen mit 6,0 Mio. Euro zu dotieren. Mit einem offenen Eigenkapital von 355,4 Mio. Euro ist man – sowohl im Hinblick auf die Versorgung des Mittelstandes mit Krediten als auch auf die (künftigen) Anforderungen der Regulierungsorgane – bestens fundiert. Aufgrund ihrer guten Verfassung wird die Volksbank Alzey-Worms – Zustimmung der Vertreterversammlung vorausgesetzt – nicht nur eine Dividende in Höhe von insgesamt 1,5 Mio. Euro ausschütten, sondern für die Förderung von kulturellen, sozialen und sportlichen Projekten auch einen Betrag von rd. 700.000 Euro zur Verfügung stellen.