
Das Frühjahr 2026 zeigte sich in Deutschland von seiner sehr milden Seite. Einzelne Kälterückfälle bremsten den warmen Trend nur vorübergehend; zum Finale wurde es sommerlich, regional sogar hochsommerlich heiß. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.
Längere trockene Phasen wurden teils von kräftigen Niederschlägen und lokalen Starkregenereignissen unterbrochen, während Teile des Südens und Südosten unter einem erheblichen Niederschlagsdefizit litten. Die Sonne spendierte außergewöhnlich viele Stunden und ließ das Frühjahr vielerorts eher an südlichere Breiten erinnern.
Im Frühjahr fielen bundesweit rund 126 Liter pro Quadratmeter (l/m²) an Niederschlag. Damit erreichte die Saison nur etwa 68 Prozent des langjährigen Mittels der Referenzperiode 1961 bis 1990 (186 l/m²); gegenüber 1991 bis 2020 (171 l/m²) waren es rund 74 Prozent.
Rheinland-Pfalz bilanzierte im Frühjahr ungewöhnlich milde 10,8 °C und damit rund 2,7 Grad über dem klimatologischen Vergleichswert (8,1 °C). Zum Mai-Finale verabschiedete sich die Jahreszeit hochsommerlich: Regional stiegen die Temperaturen auf über 30 °C.
Im Jahreszeitenverlauf erreichte die Niederschlagsmenge nur rund 124 l/m² (191 l/m²) – also ungefähr 35 Prozent weniger wie das langjährige Mittel. Gleichzeitig steuert die Sonnenscheindauer auf äußerst lichtreiche 683 Stunden (453 Stunden) zu.
Weitere Informationen unter www.dwd.de