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  • Di., 24. März 2015, 19:07 Uhr
    Therapiebad in der Geschwister-Scholl-Schule wird reaktiviert / Fertigstellung bis zum Ende des Jahres geplant

    Schulbad ist in die Jahre gekommen

    Oberbürgermeister Michael Kissel (4.v.l.), Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann (3.v.l.),  Landtagsabgeordneter Jens Guth (2.v.r.) und Baudezernent Uwe Franz (hinten, 4.v.r.) begutachten die sanierungsbedürftige Schwimm- und Turnhalle der Geschwister-Scholl-Förderschule.

    Mit 55 Jahren ist die Schwimm- und Turnhalle der Geschwister-Scholl-Förderschule in die Jahre gekommen, nicht nur außen, sondern auch ihr Inneres.  Bis auf eine teilweise Sanierung im Fassaden- und Dachbereich 2001 bis 2003 wurde das Gebäude keiner größerer Sanierung oder Erneuerung unterzogen. 2009 startete die Stadt einen ersten Anlauf zur Generalsanierung der Schwimmhalle und deren Nebenräumen. Der Schwimmbadbereich wies damals bereits massive undichte Stellen auf, die technischen Anlagen waren veraltet. Bei näheren Untersuchungen wurde das Ausmaß der Schäden ersichtlich – das Bad konnte nicht mehr weiter betrieben werden.


    Weil eine Finanzierung der Maßnahme über den damaligen Planungsansatz in Höhe von rund zwei Millionen Euro nicht gesichert war, musste die Bearbeitung des Projektes jedoch zunächst unterbrochen werden.


    2011 sollten dann auch die Waschräume und die sanitären Anlagen des Nebengebäudes der Schulturnhalle in die Sanierung mit einbezogen werden. Nachdem im dritten Quartal 2014 die Förderung des Projektes durch das Land Rheinland-Pfalz bewilligt wurde, konnte das Projekt wieder forciert werden. Da die erste Kostenschätzung für die umfangreichen Arbeiten nun allerdings bereits mehr als fünf Jahre zurückliegt, muss diese nun nach oben korrigiert werden. Denn die Rahmenbedingungen für Schulen haben sich in dieser Zeit gravierend verändert. „Alleine im Bereich des Brandschutzes haben sich die Auflagen enorm gesteigert in den letzten Jahren“, machte Oberbürgermeister Michael Kissel bei einem Ortstermin im komplett entkernten Bewegungsbad deutlich. Die Folgen: Die Kosten liegen laut aktueller Planung inzwischen bei 2,7 Millionen Euro.


    Unverzichtbar für geistig behinderte Schüler
    Landtagsabgeordneter Jens Guth hatte deshalb einen Ortstermin mit Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann initiiert. „Das Bad ist in erster Linie als Bewegungs- und Therapiebad für die Förderung besonders der geistig behinderten Schüler in Worms unverzichtbar“, betonte OB Kissel. Dies sei auch der Grund, warum das Bad nun reaktiviert werden soll.


    Bei der Betrachtung des Gebäudes habe sich jedoch gezeigt, dass alle drei Bereiche -  die Turn- und Sporthalle, das Bad und die jeweiligen sanitären Anlagen - untrennbar miteinander verbunden seien, berichtete der Stadtchef. Dies betrifft insbesondere die Haustechnik, die eng miteinander verknüpft ist. Eine Einzelsanierung kommt deshalb nicht in Betracht. „Wir sehen uns aufgrund der gestiegenen Kosten veranlasst, einen ergänzenden Förderantrag beim Land zu stellen und bitten um wohlwollende Prüfung“, wandte sich OB Kissel an den Staatssekretär. „Wir wissen, dass wir nicht die einzige Kommune sind, die Gelder für Schulsanierungsmaßnahmen benötigt, hoffen aber auf Unterstützung, denn bisher stand das Land unseren Projekten stets wohlwollend gegenüber“, so der OB. Jedes Bauprojekt koste nicht nur Geld, sondern binde auch personelle Ressourcen. Deshalb sei es wichtig, stets mit Augenmaß zu planen.


    Die ursprüngliche Fördersumme des Landes, die sich noch auf die Kostenplanung in Höhe von rund zwei Millionen bezog, lag bei 720.000 Euro.


    Zukunftsfähigkeit der Schule sichern
    An den Wormser Schulen tue sich sehr vieles, lobte Beckmann und nannte stellvertretend die Maßnahmen an der IGS, der Karmeliter- und der Nibelungenschule. Solche Projekte zu stemmen sei ob der städtischen Haushaltslage nicht einfach, dennoch gehe die Stadt die Arbeiten an, um die Zukunftsfähigkeit der Schulen zu gewährleisten.


    Keinen Zweifel ließ er an der Relevanz des Therapiebades in der Geschwister-Scholl-Schule aufkommen und lobte Schulleiterin Ursula Happ und das Kollegium für ihr großes Engagement, mit dem sie die Jugendlichen auf das Berufsleben vorbereiteten. „Die Schulaufsicht und das Ministerium unterstützen die Entwicklung der Schule“, versicherte er.


    Die Baumaßnahme ist in drei Bauabschnitte gegliedert: Aktuell werden die Rohbauarbeiten ausgeführt. Der Bauzeitenplan sieht vor, die drei Abschnitte Schwimmhalle, Nebenräume Schulturnhalle und Turnhalle bis Ende dieses Jahres fertigzustellen, sollten die Arbeiten keine neuerlichen „Überraschungen“ zutage fördern.


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