Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » In einer dramatischen Schlussphase unterlagen die TGO-Herren mit 26:27
Mi., 14. Dezember 2016, 11:28 Uhr
Dabei lagen sie zwischendurch gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen mit 14: 22 schon zurück
In einer dramatischen Schlussphase unterlagen die TGO-Herren mit 26:27
Luca Steinführer dreht sich an der Rhein-Nahe-Abwehr vorbei und erzielt eine seiner fünf Tore für die TG Osthofen. Sehr zur Freude seiner Mutter rechts auf der Tribüne. Foto: Felix Diehl
Von Klaus Diehl Da sah es bis zur 40. Minute bei einem Spielstand von 22:14 für die bis dahin besseren Gäste nach der zu erwartenden Niederlage für die Gastgeber aus. Erneut mussten Spieler ersetzt werden, aber auch die Gäste konnten keine vollbesetzte Bank vorweisen und profitierten auch von den derzeit bekannten TGO-Schwächen beim Spielaufbau und Abschluss.
Doch plötzlich sollte sich das Geschehen aber grundlegend ändern. Weckruf war der erste von drei gehaltenen Siebenmetern durch den TGO-Torhüter Jan-Nicklas Seelig und in der 53. Minute stand es nur noch 22:23. Osthofen roch Lunte und das begeisterungsfähige TGO-Fanlager, einschließlich Trommler, trieb die Mannschaft nach vorne. Zugute kam Osthofen in dieser Phase gleich mehrere Zeitstrafen in Folge für die Gäste und Osthofen schien auf dem Weg seinem zweiten Saisonsieg entgegen zu sehen. Dies wäre auch möglich gewesen, wenn man im jetzt auftretenden Übereifer nicht so eigensinnig nur den persönlichen Erfolg gesucht hätte, sondern den besser postierten Mitspieler- besonders am Kreis in entscheidenden Phasen angespielt hätte. Das machten die Gäste am Ende zweimal sehr entscheidend. Da fehlte die Disziplin, Überblick und auch Kaltschnäuzigkeit im gebundenen Spiel, wobei besonders Mauricio Meitzler nicht den nötigen Überblick hatte. Zumindest in zwei Fällen führte dies zu unnötigen Ballverlusten mit schnellen Kontertoren der Rhein-Nahe Sieben, wie diese es auch zuvor schon sehr überzeugend und positiv ausprobiert hatten.
Dramatisch die Schlusssekunden mit einer Auszeit der HSG Rhein-Nahe Bingen und das letzte Tor von Christoph Müller zum 26:27 erfolgte leider zu spät.
Osthofen überzeugte in diesen letzten 20 Minuten mit einem großen Kampfgeist gegen konditionell sehr stark nachlassende Gäste, doch mit mehr Ruhe und Disziplin, aber auch leider auch immer wieder unnötige Ballverluste, verhinderten am Ende den möglichen zweiten Saisonsieg. Dabei gilt es keinen Vorwurf an einzelne Spieler zu machen, die allesamt nur das Beste wollten. Doch ist es auch Erfahrungswert für eine noch sehr junge Mannschaftund auch in stürmischen Phasen den Überblick zu bewahren. Besonders auch in Überzahlsituationen, von den es in den zweiten 30 Minuten nicht wenige gab, was auch mit ein Zeichen konditionellen Nachlassens der Gäste war, was man zusätzlich noch mehr hätte ausnützen können.
Für die TG Osthofen spielten: Patrick Quickert, Jan-Nicklas Seelig (Tor), Jan Keller, Manu Pfaff, Eric Popple (1), Philipp Weber, Jan Scherer, Luca Steinführer (5), Christoph Müller (1), Tobias Aul (4), Fabian Hack (2), Christian Drees(3), Mauricio Meitzler (4), Paul Gasz (6)