Kirchengemeinden gestalteten am Wochenende das Festgeschehen zur 1250-Jahrfeier des Altrhein-Ortes mit
In Gimbsheim „passt’s zusammen“
Wolfgang Hoffmann, kath. Pfarrer Victor Solomon, ev. Pfarrerin Christina Jammers, Gimbsheimer Ortsbürgermeisterin Amanda Wucher und Präses Alexander Ebert (von links).
„Wir passen zusammen“ - mit diesem Motto haben die Gimbsheimer Kirchengemeinden am Wochenende das Festgeschehen zur 1250-Jahrfeier des Altrhein-Ortes mitgestaltet. So wurde der Sonntag eröffnet durch einen ökumenischen Gottesdienst am Festplatz, in dem die Ortspfarrer Tina Jammers und Victor Solomon deutlich machten: In Gimbsheim passt es gut zusammen – zum einen im Miteinander von evangelischen und katholischen Gemeindegliedern, die eben auch gemeinsam das Wort Gottes weitersagen und -leben wollen. Zu diesem „passenden Zusammensein“ gehören unter anderem die ökumenische Begegnungsarbeit mit Flüchtlingen aus der Verbandsgemeinde (VG) Eich, ökumenische Gottesdienste, an denen sich – wie etwa die ökumenische Frauengottesdienstgruppe – auch zahlreiche Ehrenamtliche beteiligen, sowie in jüngster Zeit das einmal im Monat stattfindende Friedensgebet. Dementsprechend waren die beiden Gemeinden dann auch im weiteren Festverlauf am Sonntag gemeinsam aktiv, in drei – logischerweiser konfessionsübergreifend – gestalteten Pavillons auf der Hauptstraße. Festbesucher/innen konnten hier unter anderem einen Überblick über das konkrete Gemeinde(n)leben gewinnen, Produkte aus dem Fairen Handel erwerben und sich durch eine Präsentation der Familie Graf mit der Geschichte der Juden im Altrhein beschäftigen. Und für die Jüngeren hatten die Mitarbeitenden der evangelischen Kindertagesstätte Spiel und Spaß dabei.
Herzliches und offenes Miteinander
„Wir passen zusammen“ - zum anderen gelte das aber eben nicht nur für den kirchlichen Bereich, sondern vielmehr den gesamten Ort. So der Tenor des Gottesdienstes, in dem die Ortspfarrer auf das herzliche und offene Miteinander Gimbsheims hinwiesen. Es sei ein „ganz besonderes“ Charakteristikum des „Geburtstagskindes“ Gimbsheim, wie sehr hier viele Menschen die Dorfgemeinschaft „passend machen“ wollten. Sprich: Sich mit ihrer offenen, herzlichen und hilfsbereiten Art für ein echtes Miteinander engagieren. In ihrer als „Geburtstagskarte“ gestalteten Dialogpredigt wünschten die Pfarrer dem Ort, dass diese Offenheit, gerade auch gegenüber Flüchtlingen und anderen Neubürgern, weitergepflegt werde. Und natürlich gab´s neben weiteren Glückwünschen – unter anderem auch von Alexander Ebert, Präses des evangelischen Dekanats – auch noch ein Präsent für den 1250jährigen „Jubilar“: Die Kollekte des Festgottesdienstes, die zum guten Gedeihen Gimbsheims beitragen soll.