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  • Fr., 09. Juni 2017, 13:15 Uhr
    Jäger befreien Kitz in Offstein aus lebensgefährlicher Lage

    Informationskette funktioniert

    Ende gut - alles gut! Rehkitz-Rettung in Offstein.


    Mitarbeiter eines Offsteiner Unternehmens, bemerkten am frühen Dienstagmorgen nach Pfingsten ein Rehkitz in einem ca. 3 Meter tiefen Schacht. Das Kitz bewegt sich nicht und man ging davon aus, das es sich wohl durch den Sturz in den Schacht verletzt hat. Um 8.20 Uhr wurde der Jagdpächter des Offsteiner Jagdrevieres über den Fund informiert. Jagdpächter Prinz hat für solche Fälle extra eine Rufnummer eingerichtet, die immer an seinen Aufenthaltsort weitergeleitet wird. Ist mal aus technischen Gründen keine Weiterleitung möglich schaltet sich automatisch ein Anrufbeantworter ein, der aufgesprochene Nachrichten per E-Mail an einen jagdlichen Ansprechpartner weiter leitet. Somit wird alles getan, um Tierleid zu minimieren. Jagdpächter Karl-Christian Prinz war in diesem Fall zwar erreichbar, aber zu weit weg um schnell Vor-Ort zu sein. Doch auch für solche Fälle hat er einen Plan und die beiden Jäger, Eckehard Fischer und Eckehard Fischer, die mit der Jagdaufsicht betraut sind, machten sich sofort auf den Weg zu dem Schacht in dem das Kitz lag.

    Jagdpächter Prinz eruierte, dass es vermutlich gar nicht sein Jagdrevier war und setzte auch den Jagdpächter des Obrigheimer Jagdrevieres über den Vorfall in Kenntnis. Auch dieser setzte sich zur Kitzrettung in Marsch. In so einer Situation ist es erst mal zweitrangig, wer zuständig ist. Wichtig ist eine schnelle Informationskette, die auch in diesem Fall von Rheinhessen in die Pfalz einwandfrei funktionierte. Fast zeitgleich traf das jagdliche Helferteam aus beiden Revieren am Unglücksort ein. Schnell konnte das Kitz geborgen werden und nach einer kurzen Untersuchung konnten keine schweren Verletzungen festgestellt werden. Bei jungen Rehkitzen fehlt der Fluchtinstinkt. Die perfekte Tarnung vor den Feinden besteht aus einem regungslosen verharren und sehr geringer Abgabe von Eigengerüchen. Diese Strategie sichert den Jungtieren in der freien Wildbahn meist das Überleben. Darum ist es auch wichtig, dass man sich jungen Wildtieren in der Natur nicht nähert, sondern lieber den zuständigen Jagdpächter informiert. Wichtig war daher auch bei der Rettungsaktion möglichst wenig menschliche Witterung auf das Jungtier zu übertragen.

    Nachdem es freigelassen wurde, rannte das junge Reh in ein nahes Feldgehölz und fiepte lautstark nach seiner Mutter. Hoffentlich hat die Mutter die Rufe ihres Jungtieres vernommen und die Rettungsaktion somit zum Erfolg geführt. Für das Jagdrevier Offstein steht Karl-Christian Prinz für Beobachtungen von kranken, verletzten, toten oder jungen Wildtieren unter der Nummer 06243/488000 zur Verfügung.

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