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  • Di., 08. April 2014, 08:35 Uhr
    Gut leben im Alter: Infoveranstaltung in der Kreisverwaltung Alzey-Worms

    Initiativen stärker vernetzen

    „Gut leben im Alter – Gemeinsam den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen“, lautete der Titel einer Informationsveranstaltung, zu der die  Kreisverwaltung Alzey-Worms Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus dem Pflegebereich und der Kommunalpolitik eingeladen hatte. „Vielfältige Ideen, Initiativen und Projekte sind hierzu in unserer Region bereits angestoßen und auf den Weg gebracht worden. Und das ist gut und wichtig, handelt es sich schließlich um ein Themenfeld, das für die Entwicklung unserer gesamten Gesellschaft und insbesondere auch für das Zusammenleben sowie für die Lebensqualität in unserem ländlichen Raum von herausragender Bedeutung ist“, betonte Landrat Ernst Walter Görisch in seinen Begrüßungsworten.

    Viele ältere Menschen wünschten sich, so lange wie möglich zu Hause leben zu können. Oft fehle es dabei an ganz alltäglichen Hilfen und Unterstützung, wie der Begleitung zum Arzt oder zum Einkaufen. Aus diesem Grund gewinnen organisierte Nachbarschaftshilfen im Zuge des demografischen Wandels eine immer größere Bedeutung. Ehrenamtliche übernehmen Besuchs- und Begleitdienste, lesen älteren Menschen vor oder helfen bei Behördenanträgen. Dies allerdings in dem Umfang, in dem sie sich hier einbringen möchten oder können. Eine Koordination der ehrenamtlichen Hilfen sei deshalb unverzichtbar. Vielerorts haben sich Gemeinden bereits im Rahmen von Dorfmoderationen auf den Weg gemacht, ehrenamtliche Hilfen stärker in den Focus zu rücken.

     Dorf als sorgende Gemeinschaft mit Zukunft
    Unter der Headline „Das Dorf – sorgende Gemeinschaft mit Zukunft“, präsentierte   Thomas Pfundstein von der Servicestelle Kommunale Pflegestrukturplanung anhand bereits realisierter Beispiele Möglichkeiten  neuer Wohn- und Lebensquartiere für Senioren sowie Modelle gut funktionierender Netzwerke. „Wichtig ist es, wohnortnahe Hilfen im Verbund weiterzuentwickeln, Barrierefreiheit als Prinzip umzusetzen, Begegnung im Dorf zu ermöglichen und Mobilität auch ohne Auto zu schaffen“, betonte Pfundstein, dass es wichtig sei, bürgerschaftliche Systeme in den Ortsgemeinden und Städten zu gründen oder zu forcieren.

    „So nah“, lautet kurz die Bezeichnung des von Agnes Weires-Strauch in Wörrstadt betreuten Projektes „So nah -  Nachbarschaftshilfe des Caritasverbandes in Wörrstadt“. Voraussetzung für ein solches Netzwerk sei eine entsprechende Analyse bereits vorhandener und wünschenswerter Gegebenheiten. Nach der Bestandaufnahme  können Ziele formuliert und bereits funktionierende Initiativen wie „Treff aktiv“, „Pro Eltern“, Sprachpaten oder ein „Väter-Mütter-Treff“ durch geeignete Maßnahmen nachhaltig in ihrer Arbeit unterstützt werden. „Wichtig ist es, das Miteinander der Generationen zu fördern“, betonte Weires-Strauch.

    „50 Ehrenamtliche unterschiedlicher Altersgruppen engagieren sich regelmäßig im Altenzentrum in Wörrstadt bei unterschiedlichen Tätigkeiten“, berichtete Sozialdienstleiterin Patricia Geil, die das erfolgreiche Ehrenamtsprojekt aufgebaut hat: „Wichtig ist es, Ehrenamtliche auf ihre Aufgaben vorzubereiten und die geleistet Arbeit Wert zu schätzen. Zudem sollte jeder Ehrenamtliche selbst über die von ihm eingebrachte Zeit verfügen können. Man darf das Ehrenamt nicht überstrapazieren.“

    „Wichtig ist es, die zahlreichen Angebote, die es bereits im Landkreis gibt, bekannt zu machen zu vernetzen“, betonte Andrea Maurer, stellvertretende Leiterin der Sozialabteilung der Kreisverwaltung, die die Moderation der Veranstaltung übernommen hatte.

     

     

     

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