Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Innovative Licht-OP kommt erstmals zum Einsatz
Mo., 25. August 2014, 12:42 Uhr
Moderne Medizin am Hochstift: Patienten profitieren von besonders schonendem Verfahren
Innovative Licht-OP kommt erstmals zum Einsatz
Die Zusammenarbeit der Ärzte am Hochstift ermöglicht es, moderne und schonende Verfahren einzusetzen. V.l.n.r.: Die Chefärzte Dr. med. Florian Graupe und Dr. med. Cornelia Deckwerth sowie Oberarzt Dr. med. René Buchcik.
Die Chirurgen am AGAPLESION HOCHSTIFT EVANGELISCHES KRANKENHAUS wenden seit Kurzem eine besonders moderne und schonende OP-Methode an: Ein Knochenbruch einer Patientin mit Knochenmetastasen wurde erfolgreich mit einer innovativen OP unter Einsatz eines besonderen Blau-Lichtes behandelt. „Der Eingriff ist sehr gut verlaufen.
Der operierte Arm ist stabilisiert und die Patientin spürt den Bruch kaum noch“, so Dr. med. Cornelia Deckwerth,Chefärztin der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie. Sie hatte die Patientin zusammen mit dem leitenden Oberarzt Dr. med. René Buchcik operiert.
Das innovative Verfahren, das auch photodynamische OP-Methode genannt wird, eignet sich für Knochenbrüche, die im Rahmen von Erkrankungen wie Osteoporose oder Knochenmetastasen entstehen, bei denen Knochen anfälliger für Brüche sind. „Bei der neuen OP-Methode wird über einen kleinen Hautschnitt der Markraum im Knochen geöffnet. Darin wird ein Ballon-Katheter, also ein dünner, flexibler Kunststoffschlauch mit einem angebrachten Ballon, platziert. Dieser Ballon wird mit einem Kunststoff aufgefüllt, der sich ideal an die Knochenstruktur anpasst und gut vom Körper vertragen wird“, erklärt Dr. Deckwerth. „Unter dem Einsatz von einem besonderen Blau-Licht, wird der Kunststoff fest und stabilisiert den porösen Knochen über den gesamten Markraum hinweg“, ergänzt Dr. Buchcik.
Vorteile für die Patienten
Das neue Verfahren hat im Vergleich zu den bisherigen Methoden die Vorteile, dass es mit minimalen Schnitten auskommt und die OP kürzer und schonender ist sowie deutlich weniger Komplikationen auftreten. Der Patient erholt sich schneller. Das Implantat hat zugleich auch positive Effekte auf die weitere Behandlung: Im Vergleich zu Metallimplantaten verdeckt es beim Röntgen nicht die Sicht auf die zu untersuchenden Knochen und im Falle einer Strahlentherapie reicht in der Regel eine deutlich geringere Strahlendosis. „Darüber hinaus sind auch die Kosten mit herkömmlichen Implantaten vergleichbar“, ergänzt Dr. Deckwerth.
Vorbildliche Zusammenarbeit der Ärzte am Hochstift Dr. med. Cornelia Deckwerth ist im Mai 2013 zusammen mit Dr. med. Florian Graupe an das Hochstift gewechselt. Das eingespielte Team leitet die Chirurgische Abteilung und ist hochzufrieden mit der Zusammenarbeit zwischen den Ärzten. „Ob innerhalb einer Abteilung oder über die Fachbereiche hinweg – die Zusammenarbeit zwischen den Ärzten am Hochstift läuft hervorragend. Das schafft ideale Voraussetzungen, um an innovativen Konzepten zu arbeiten und besonders moderne Verfahren wie beispielsweise diese Licht-OP einzusetzen“, sind sich Dr. Deckwerth und Dr. Graupe einig. „Es ist schön zu sehen, wie gut die Zusammenarbeit in unseren Abteilungen funktioniert und dadurch derart moderne und schonende Verfahren eingesetzt werden, die letztlich dem Patienten zu Gute kommen“, so André Koch, Geschäftsführer des AGAPLESION HOCHSTIFT EVANGELISCHES KRANKENHAUS.