
Der Seniorenbeirat hat sich nunmehr zum Team entwickelt, was Beigeordneter Waldemar Herder besonders hervorhob. Insgesamt gibt es eine Steigerung der Aktivitäten um rund neun Prozent und liegt bei einem Einsatz auf 123 Veranstaltungen im Berichtszeitraum. Dabei sind Telefongespräche und schriftliche Konversation noch nicht einmal berücksichtigt, freut sich Vorsitzende Christina Heimlich. Der SBR war sowohl durch Einzelpersonen aber auch als gesamter Beirat tätig. Die Aktivitäten belaufen sich nicht nur auf Aufgaben, wie sie in der Satzung festgeschrieben sind, sondern auch auf solche, die sich der Beirat in der Klausurtagung, jeweils zu Beginn eines Kalenderjahres auferlegt, bzw. welche sich im Laufe des Jahres zusätzlich ergeben.
So ist der Seniorenbeirat in zahlreichen Ausschüssen aktiv und vertritt dort die Interessen älterer Mitbürger. Die Sprechstunden des Seniorenbeirates und Besuche in Pflegeeinrichtungen sowie die halbjährlichen Treffen der Bewohnervertreter von Pflegeheimen sind mittlerweile fester Bestandteil im Jahresprogramm.
Neue Initiativen waren in 2017 Schulungen am Fahrkartenautomaten und das „Bustraining“. Beide Veranstaltungen sind wieder für das laufende Kalenderjahr geplant und werden rechtzeitig in der Presse angekündigt.
Seniorengerechtes- und bezahlbares Wohnen sind für den Seniorenbeirat ein permanentes Anliegen. Zahlreiche Gespräche wurden hierzu sowohl mit Behördenvertretern als auch mit der Wohnungsbau GmbH geführt und an Veranstaltungen zu diesem Thema in Worms und auch überregional teilgenommen. Der SBR ist daher auch weiterhin bemüht, einen Sitz im Bauausschuss zu erhalten, um die Belange älterer Menschen besser vertreten zu können.
Der Seniorenbeirat hat sich für dieses Jahr neben den bisherigen Aufgaben -die auch weitergeführt werden- drei neue Themen vorgenommen. Was passiert bei Schließung von weiteren Bankfilialen? Peter Brandt wird u.a. ein Training im Online-Banking bei den Silver Surfern anbieten. Die Sparkasse wird aufgefordert, Automatentraining für Senioren zu entwickeln. Altersarmut beschäftigt den Seniorenbeirat weiterhin. Es stellen sich Fragen, die Grundsicherung und Inanspruchnahme der Tafel betreffen. In den Sprechstunden im Rathaus, die regelmäßig zweimal im Monat abgehalten und meistens auch gut besucht werden, sind diese oft Thema. Gesundheit im Alter und Rechtsfragen sowie Versicherungen im Alter werden im 2. Halbjahr Schwerpunkte der Arbeit sein. Ebenso das Studium für Senioren an der Wormser Hochschule soll erleichtert werden.
Wichtig ist auch, dass der Vorstand des Seniorenbeirats die Möglichkeit hat, zweimal im Jahr direkt mit Oberbürgermeister Michael Kissel dringliche Angelegenheiten zu erörtern. Beigeordneter Herder lobte dabei, dass diese Seniorenvertretung in vielfältiger Weise die Angelegenheiten der Menschen in Politik und Zivilgesellschaft diskutiert und sich nicht scheut auch hartnäckig auf diese hinzuweisen. Bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sieht er nur langfristige Chancen. Die Vorsitzende hingegen findet, dass in einer Amtszeit einfach auch aus Altersgründen mehr Bereitschaft zu lösungsorientierten Erfolgen da sein sollte. Eine zukünftige Aufgabe werden auch – nach ihrer Vorstellung – die Belange der „Best-Ager“ zwischen 60 und 70 Jahren sein, die entweder noch im Berufsleben stehen oder noch Lust und Energie auf neues Engagement haben.
Der gesamte Tätigkeitsbericht kann auf der Homepage der Stadt Worms unter Seniorenbeirat nachgelesen werden.
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