
Wie stehen die Chancen, dass Osthofen auch weiterhin vom Städtebauförderprogramm des Landes profitiert und welche konkreten Maßnahmen lassen sich künftig mit Hilfe von Landeszuschüssen in der Wonnegaustadt realisieren? Über diese und weitere Fragen erkundigten sich Stadtbürgermeister Thomas Goller und die Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp (beide SPD) in einem gemeinsamen Gespräch mit Innenminister Roger Lewentz, dem Abteilungsleiter für Kommunales Gunter Fischer sowie dem Referatsleiter für Städtebauförderung Walter Greuloch.
„Die Stadt Osthofen hat in der Vergangenheit enrom vom Städtebauförderprogramm des Landes profitiert. Diese sehr fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land wollen wir auch künftig gemeinsam weiter vorantreiben“, resümierte die Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp mit den Vertretern der Landesregierung. Auch Thomas Goller freute sich das Land als „verlässlichen Partner“ an seiner Seite zu wissen und kündigte an, sich auch weiterhin für die städtebauliche Entwicklung Osthofens stark machen zu wollen. Allerdings müsse dabei immer sichergestellt werden, dass die Projekte dem Förderkonzept des Landes nicht zu wiederlaufen, warnte Goller mit Verweis auf ein Schreiben der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Darin hatte sich die Verwaltungsbehörde gegen den immer wieder diskutierten Umzug des städtischen Rathauses ins Bürgerhaus ausgesprochen. Hintergrund: Die Sanierung des historischen „Alten Rathauses“ wurde vor wenigen Jahren mit einem vergleichsweise hohen Zuschuss von insgesamt 30 Prozent aus Mitteln der städtebaulichen Erneuerung vom Land gefördert. Eine Verlagerung der Rathausnutzung würde die vom Stadtrat damals festgelegte Zielsetzung „Ausbildung einer Stadtmitte“, einschließlich der in diesem Zusammenhang verfolgten Maßnahmen, wie die Neugestaltung des angrenzenden „Schleckerplatzes“, unterlaufen.
Städtebauförderung des Landes in Osthofen
Seit den 1990er Jahren konnten in Osthofen viele wichtige Städtebaumaßnahmen mit Hilfe von Landesfördermitteln umgesetzt werden, darunter der Ausbau der Unterführung in der Friedrich-Ebert-Straße, die Neugestaltung des Bahnhofs und des Bahnhofsumfelds sowie jüngst der Ankauf und Abriss des Schleckermarktes sowie die Herstellung des zentralen Platzes am "Alten Rathaus".
Beitrag aus der Rubrik