Schadhaftes Dach wirft Frage nach Sinnhaftigkeit einer erneuten Sanierung auf
Ist die Elo-Sporthalle noch zu retten?
Die Sporthalle des Eleonoren-Gymnasiums ist seit Jahren ein Zankapfel. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Diskussion um den Neubau einer Sporthalle für das Eleonoren-Gymnasium hat in dieser Woche eine überraschende Wendung genommen, die zu einer rascheren Realisierung führen könnte als bisher angedacht. Die Meldungen dazu überschlugen sich in jüngster Vergangenheit. Zunächst erreicht am 16. November die Nachricht die Öffentlichkeit, dass die Sporthalle an der Brucknerstraße vorübergehend geschlossen werden muss, da an der Hallendecke feuchte Stellen auftraten und diese genauer untersucht werden müssten. Am Donnerstag, den 24. November, erläuterte dann Baudezernet Uwe Franz im zuständigen Ausschuss die Mitglieder, dass alleine die Beseitigung des schadhaften Eternitdaches der Halle, durch das Wasser eingedrungen war, rund 140.000 Euro kostet. Für die Sanierung des Daches müssten noch einmal rund 160.000 Euro aufgebracht werden. Würde alles optimal laufen, könne die zurzeit gesperrte Halle in etwa einem halben Jahr wieder öffnen.
Abriss und Neubau
Dr. Klaus Karlin von der CDU stellte hier die Frage, ob es aufgrund der Kosten nicht zweckmäßiger wäre, die alte Halle komplett abzureißen und sie zu entsorgen. Wenn die neue Dreifeldsporthalle an der Carl-Villinger-Straße für die Westend-Realschule plus und die Oberstufe des Eleonoren-Gymnasiums dann fertig sei, soll die Stadt möglichst rasch mit dem Neubau an der Brucknerstraße beginnen.
Timo Horst (SPD) ergänzte im Ausschuss, dass die Stadt es vermeiden solle, noch große Gelder in die alte Halle an der Brucknerstraße zu stecken. Eine Variante könne sein, mit dem Land zu sprechen, ob eine rascherer Realisierung der Dreifeldsporthalle an der Carl-Villinger-Straße möglich sei, um dann auch zügiger mit dem Neubau an der Brucknerstraße beginnen zu können. Wichtig war Timo Horst noch, dass es schon genug Debatten um eine neue Elo-Sporthalle gab, nun solle man rasch zu Lösungen kommen.
Ausweichmöglichkeiten
Baudezernent Uwe Franz sagte zu, alle denkbaren Möglichkeiten zu prüfen und erst dann zu einer Entscheidung zu kommen. Auf die Frage von Marcus Centmayer (Grüne), ob es für die jetzt gesperrte Sporthalle an der Brucknerstraße irgendwelche Ausweichhallen gäbe, antwortete Uwe Franz, dass der Bau von Übergangshallen zu teuer sei. Denkbar sei, den Schülern des Elos mehr Zeiten im Hallenbad einzuräumen. Auch würden andere Sporthallen der Stadt, soweit möglich, zur Verfügung gestellt. Etwas „Luft“ gebe es, wenn die Sporthalle der IGS in Horchheim demnächst fertig sei. Uwe Franz merkte ergänzend an, dass beim ständigen Bustransfer zu anderen Sporthallen rasch hohe Summen zustande kommen. Der Baudezernent nannte hier einen Jahresbetrag von 300.000 Euro.
Keinen Illusionen hingeben
Niemand sollte sich aber Illusionen machen, selbst wenn es mit der Realisierung einer neuen Sporthalle an der Brucknerstraße jetzt „rasch“ gehen sollte, werden bis zum ersten Turnunterricht in der neuen Halle noch Jahre vergehen.