Mo., 07. Juli 2014, 10:04 Uhr
SPD will sich für Erhalt der Direktverbindung einsetzen wenn Nutzerzahlen stimmen / Betroffene sollen sich melden
„Ja!“ zur Direktverbindung Worms-Frankfurt
Bereits vergangenen Mittwoch erfuhr die Wormser SPD durch frustrierte Bahnkunden, dass die Deutsche Bahn die Direktverbindung von Worms nach Frankfurt ab Dezember 2014 streichen wird. Eine umgehende schriftliche Anfrage des SPD-Landtagsabgebordneten Jens Guth beim zuständigen DB Beauftragten für den Bereich Südwest Jürgen Konz blieb bislang unbeantwortet. „Leider haben wir bis zum heutigen Tag keine Antwort auf unsere Bitte um Erläuterung des aktuellen Sachstandes erhalten“, bedauert Guth. Dabei habe man in den zurückliegenden Jahren in einem fortwährenden Dialog gestanden, gut zusammen gearbeitet und habe sich dabei intensiv mit der Thematik „Erhalt der Direktverbindung“ beschäftigt. Auch der SPD-Abgeordnete im Bundestag Marcus Held zeigte sich von der Veröffentlichung der Bahn überrascht, wurde ihm doch in den zurückliegenden Gesprächen mit dem Regionalbevollmächtigten Jürgen Konz Gesprächsbereitschaft seitens der Bahn bei der Suche nach einer alternativen Lösung signalisiert.
Mangelnde Wirtschaftlichkeit als Grund
In den vorangegangenen Gesprächen habe die Bahn darauf verwiesen, dass die beiden zwischen Worms und Frankfurt verkehrenden ICs aufgrund der geringen Nachfrage nicht wirtschaftlich für das Unternehmen seien und unter diesen Gesichtspunkten nach der Testphase gestrichen werden müssten. Darauf hin hatte der Landtagsabgeordnete Guth gemeinsam mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann und der Wormser Stadtratsfraktion gezielte Initiativen zum Erhalt der Direktverbindung gestartet. Ziel war es Bahnkunden über den drohenden Wegfall der Verbindung zu informieren und gleichzeitig für eine Nutzung der ICs zu sensibilisieren. Trotz durchweg positiver Resonanz seitens der Bahnkunden auf die Aktionen, blieb eine ausreichende Nachfrage der Verbindung aus, wie man nun aus der Presse erfahren musste.
„Wir möchten nun die genauen Nutzerzahlen per Umfrage eruieren“, so die Wahlkreismitarbeiterin Patricia Sonek. Hierzu sollen sich betroffene Bahnkunden mit einer kurzen Mail an das Büro des Landtagsabgeordneten Jens Guth wenden (wk.jens.guth@t-online.de). Auf Basis der Rückmeldungen wolle man sich seitens der SPD erneut an die Deutsche Bahn wenden um gemeinsam eine alternative Lösung zu finden.