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  • So., 23. Februar 2014, 14:41 Uhr
    Jagdpachtvertrag im Jagdbezirk der Gemarkung Worms mit 1.876 Hektar Gesamtgröße für neun weitere Jahre mit bisherigen Pächtern verlängert

    Jagdpacht in „zuverlässigen Händen“

    Hinten (von links): Norbert Fischer, Oberbürgermeister Michael Kissel; vorne (von links): Heinz Mittné, Dr. Hans-Peter Ranz und Dr. Heinz-Theo Geipert freuen sich über den Abschluss des Jagdpachtvertrags.


    Der Jagdpachtvertrag über den „gemeinschaftlichen Jagdbezirk der Gemarkung Worms als Niederwildrevier" lief nach neunjähriger Laufzeit aus und wurde nun für die kommenden neun Jahre neu abgeschlossen. Vertragspartner sind die seitherigen Pächter Dr. Heinz-Theo Geipert, Heinz Mittné und Dr. Hans-Peter Ranz, die sich anlässlich der Vertragsunterzeichnung bei Oberbürgermeister Michael Kissel in seiner Funktion als Jagdvorsteher eingefunden hatten. Der Jagdpachtvertrag sei ihm ein wichtiges Anliegen, machte der OB gleich zu Beginn deutlich. 

    Mit Geipert, Ranz und Mittné hat die Stadt erfahrene und zuverlässige Pächter gewonnen. Für Dr. Geipert ist es bereits der fünfte Jagdpachtvertrag, den er zusammen mit Mittné schließt. „Wir freuen uns über diese Konstanz, denn sie zeugt auch von gegenseitigem Respekt“, betont Dr. Geipert. Wesentlich sei stets das Miteinander, nicht nur unter den Jägern, sondern auch im Umgang mit den Bürgern. „Gerade in stadtnahen Revieren ist es wichtig, dass man auf die Bevölkerung zugeht“, weiß Dr. Geipert.

    Und auch OB Kissel ist froh über die gute Zusammenarbeit. „Die Stadt legt als Verpächterin und als Waldeigentümerin natürlich Wert auf eine Regulierung des Wildbestands“, betont er. Und auch die Vertreter der Landwirtschaft sind auf eine gute Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern angewiesen: „Deshalb sind wir froh, so kompetente Ansprechpartner vor Ort zu haben“, so Norbert Fischer, Mitglied des Jagdgenossenschaftsvorstands.

    Bejagbare Fläche von 1.342 Hektar
    Der Jagdbezirk der Gemarkung Worms erstreckt sich im Süden und hat eine Gesamtgröße von 1.876 Hektar. Abzüglich der bebauten Flächen sind davon 1.342 Hektar bejagbar.

    Zu den Aufgaben der Jäger gehört jedoch nicht nur die Erfüllung der „Abschussquote“, die in diesem Jagdbezirk nur für Rehe festgelegt ist und bei 36 Tieren im Jahr liegt. Doch alleine 20 bis 25 Rehe fallen jährlich Verkehrsunfällen zum Opfer. Die Entsorgung dieser verunfallten Tiere gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Jagdpächter. „Die noch verwertbaren Rehe geben wir an den Tierpark als Futter ab“, berichtet Dr. Ranz.

    Die Regulierung anderer Wildtierarten ist nicht festgelegt, sondern erfolgt über die kontinuierliche Bestandsbeobachtung.

    Jagdpächter sollen Schaden abwenden
    „Die Jagdpacht und damit auch ihre Verlängerung sind eine sehr sensible Angelegenheit“, betont der Oberbürgermeister. Die Pächter müssten sich nicht nur mit ihrer eigentlichen Materie auskennen, sondern auch wissen, worauf es im Naturschutz ankommt. Mit der Bejagung soll schließlich auch Schaden abgewendet werden – auch von den Bürgern. Denn insbesondere Kaninchen gefährden mit ihrer Bauaktivität so wichtige Schutzmechanismen wie die Rheindämme.

    Viel erlebt haben die Jäger in ihrer langen Zeit als Jagdpächter – und dabei auch das ein oder andere Tier gerettet. „Ich habe einmal sogar ein Reh aus einer drei Meter tiefen Grube befreit“, erinnert sich Dr. Ranz.

     

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