NORDEND: Rehbock bei lebendigem Leib zerfleischt / Jagdpächter appellieren an Hundehalter
Jagdwilderei durch Hund
Der Bock hatte Bissspuren am ganzen Körper, hauptsächlich an den Hinterbeinen, wobei im Analbereich die Decke aufgerissen war und Fleischstücke fehlten. Foto: Jagdpächter Revier 3 Worms
Wie Jagdpächter Peter Babel gegenüber dem NK mitteilt, erhielten er und seine Kollegen vom Revier Worms 3 am vergangenen Samstag, dem 5. März, um die Mittagszeit einen Anruf der Polizei wegen eines verletzten Rehbockes der zwischen der Firma Hornbach und der Bahnunterführung/Eisenbahngartenanlage schwer verletzt aufgefunden wurde. Beim Eintreffen wurde den Jägern durch einen Polizeibeamten mitgeteilt, dass das Reh gerade verendet war.
"Die vorgefundenen Spuren lassen auf die Tat eines oder mehrerer Hunde schließen", so Peter Babel. Der Bock hatte Bissspuren am ganzen Körper, hauptsächlich an den Hinterbeinen, wobei im Analbereich die Decke aufgerissen war und Fleischstücke fehlten, was dem Tier bei lebendigem Leib zugefügt worden war.
"Am 1. März beginnt die Brut- und Setzzeit, Hunde sind dann unbedingt an der Leine zu führen. Durch freilaufende Hunde sind hauptsächlich brütendes Federwild und hochschwangere Feldhasen und Rehgeißen sowie Jungtiere gefährdet, aber dass es auch ein männliches Reh treffen kann, sieht man an dem vorliegenden Fall", äußern die Jagdpächter bestürzt und ergänzen: "Die Freiheit Ihres Hundes bzw Katze hört dort auf, wo die Freiheit der Wildtiere beeinträchtigt wird. Wir bitten alle Tierhalter, verhalten Sie sich verantwortungsbewusst".