Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Japanreise der Bundeskanzlerin mit deutscher Wirtschaftsdelegation
Di., 12. Februar 2019, 11:20 Uhr
Westhofener Unternehmerin Julia Schnitzler vertritt deutschen Mittelstand beim Deutsch-Japanischen Dialogforum in Tokio
Japanreise der Bundeskanzlerin mit deutscher Wirtschaftsdelegation
Julia Schnitzler gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel und Japans Premier Shinzo Abe „Deutsch-Japanisches Dialog Forum – Perspektiven im Lichte globaler Herausforderungen“, am Februar, dem 5. Februar, im Roppongi Hills Club in Tokio. Foto: AHK Japan / Strassburger Filter
Im Rahmen ihrer bilateralen Konsultationen mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe am 4. und 5. Februar wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel von einer zwölfköpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet. Dazu zählten Vorstände deutscher Vorzeigeunternehmen, wie zum Beispiel Bayer, Siemens, Infineon und Brainlab, sowie die Geschäftsführerin von Strassburger Filter, einem Spezialanbieter für Filtrationssysteme aus dem rheinhessischen Westhofen.
Anlass der Reise war unter anderem das Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen Japan und der EU am 1. Februar. Vor diesem Hintergrund veranstaltete die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan ein Dialogforum mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern, das im Mittelpunkt des Besuchs der deutschen Delegation stand.
Globale Herausforderungen
Vor rund zweihundert deutschen und japanischen Industrievertretern diskutierten Julia Schnitzler, Geschäftsführerin der Strassburger Filter GmbH & Co. KG, und Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, zusammen mit japanischen Wirtschaftsführern über die Wertepartnerschaft zwischen Deutschland und Japan und deren Perspektiven vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen.
Julia Schnitzler hob hervor, dass das neue Freihandelsabkommen gerade für den exportorientierten Mittelstand viele Chancen biete und einen besseren Marktzugang eröffne. Ihr Unternehmen, das Spezialfiltrationsanlagen z. B. zur Blutplasmafiltration herstellt, profitiere schon lange von der Partnerschaft zwischen den beiden Ländern. Aktuell ist sie dabei, strategische Allianzen und Partnerschaften mit japanischen Unternehmen aufzubauen und zu vertiefen, um vor Ort noch präsenter zu sein.
Bei den derzeit unsicheren globalen Wirtschaftsaussichten, verursacht durch den Handelsstreit zwischen den USA und China, habe das Freihandelsabkommen zwischen Japan und der EU eine große Signalwirkung in puncto Marktoffenheit, hohen Standards und Verlässlichkeit. So baue Japan gerade seine Produktionskapazitäten im Pharmabereich aus, was viele Chancen für deutsche Unternehmen eröffne, so Schnitzler weiter.
Ein echter Meilenstein
„Japan ist nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das Abkommen ist daher ein echter Meilenstein, den der deutsche Mittelstand sehr begrüßt“, betonte Schnitzler bei der von Marcus Schürmann, Geschäftsführer der deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan, moderierten Veranstaltung.
Weitere Stationen der Wirtschaftsdelegation, die von Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, angeführt wurde, waren Gespräche mit japanischen Wirtschaftsvertretern, an denen auch Kanzlerin Merkel und Premierminister Abe teilnahmen, sowie ein Besuch in einem Labor für künstliche Intelligenz des Elektronikkonzerns NEC.
Strassburger Filter, das mit seinen speziellen Filtrationssystemen zur Blutplasmafraktionierung mittlerweile weltweiter Marktführer ist, unterhält bereits seit 2012 eine eigene Vertriebsniederlassung in Shanghai.