Alles aus einer Hand für junge Arbeitssuchende im neuen Jugendprojekt des Wormser Jobcenters
„JAWoLL” startet in Worms
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Mainz, Heike Strack, nahm sich gerne Zeit für das Jugendprojekt „JAWoLL” im Wormser Berufsbildungswerk. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT | Erwerbsfähige unter 25 Jahren, die seitens des Wormser Jobcenters Arbeitslosengeld II beziehen, sollen sich mittels eines in der Nibelungenstadt neuen Ansatzes bessere Chancen zur beruflichen und sozialen Integration erhoffen dürfen. „Wir bieten alles unter einem Dach und aus einer Hand“, betonten die beiden verantwortlichen Projektleiter Markus Holzmann und Andreas Pradella bei der offiziellen Einweihung des Jugendprojektes „JAWoLL” im DRK Berufsbildungswerk. Das laut Heike Strack, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Mainz, „kraftvolle“ Akronym steht für „Jugend, Arbeit und Ausbildung – Worms – Leben und Lernen“.
Bereits seit Mai unterstützen in dem gemeinsamen Jugendprojekt des Jobcenters und des Berufsbildungswerks Sozialpädagogen, Arbeitsanleiter, Integrationsberater und Psychologen junge Menschen unter 25 Jahre bei der Suche nach einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle. „Erstmals arbeiten auch zwei Vermittlerinnen des Jobcenters direkt vor Ort beim durchführenden Bildungsträger, so dass wir eng verzahnte Wege schaffen“, dankte Holzmann allen Beteiligten.
Mensch statt Maßnahme im Fokus
„Außerdem ist wichtig zu wissen, dass wir uns inhaltlich statt zeitlich orientieren – sprich: Bei uns endet keine Maßnahme nach zwei Wochen, sondern mit dem Erfolg individuell gesteckter Ziele“, ergänzte Pradella eine weitere Besonderheit der ganzheitlichen Maßnahme. „Indem wir praktisch arbeiten, wie zum Beispiel Lautsprecherboxen bauen, töpfern oder ein Kochbuch erstellen“, so Pradella, „können sich Jugendliche ausprobieren und wir motivierend wirken“.
Auch mathematische oder sprachliche Grundlage sowie Schhlüsselkompetenten können nach Angaben der Projektverantwortlichen gefördert werden. Dabei kann das Projekt sogar ergänzend von der aufsuchenden Integrationsarbeit bis hin zur Sucht- oder Schuldenprävention ein breites Spektrum an Hilfen abdecken.