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  • Mi., 12. November 2025, 11:27 Uhr
    Fußball-Landesliga: TSG Pfeddersheim, TuS Neuhausen und SV Gimbsheim aus dem Nibelungenland stehen vor speziellen Herausforderungen

    Je zwei Teams kämpfen um Abstieg und Abstieg

    Zwei Leistungsträger, die in ihren Vereinen schon seit Wochen aus Verletzungsgründen fehlen: links Mauzinho Albino (Gimbsheim) und rechts Justin Jennewein (Wormatia).
    Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Die Landesliga Ost beendete am letzten Spieltag ihre Vorrunde. Eine Liga – die aus Wormser Sicht – viel Positives, aber auch Negatives zu bieten hat. Als Enttäuschung der Saison kann die TSG Pfeddersheim angesehen werden, denn deren eigener Anspruch dürfte sicherlich ein anderer sein. Sie stand jetzt fast permanent auf einem potentiellen Abstiegsplatz im Tabellenkeller. 

    Erst jetzt am letzten Spieltag konnten mit dem Sieg in Knittelsheim die Abstiegsränge verlassen werden. In einer Partie, in der die TSG endlich einmal gezeigt hat, dass die aktuelle Situation nicht ihrem Leistungsvermögen entspricht. Für Spielertrainer Marcel Oehler ist es keine einfache Zeit. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle: das Team befand sich im Umbruch, ein früher Trainerwechsel und die Ergebnisse kamen nicht wie erhofft. 

    Es schien auf einmal auch eine Kopfsache zu sein. Oft waren die Pfeddersheimer die bessere Mannschaft auf dem Feld. Technisch und spielerisch sicherlich auf oberem Niveau in der Landesliga, aber hierfür gelten andere Tugenden. Mit ihrer schwachen Chancenverwertung und individuellen Fehlern haben sie – gerade in der Schlussphase der Partien – einige unnötige Gegentore kassiert und Punkte vergeschenkt. 

    Das Verhalten der Mannschaft in den letzten Wochen stimmt Marcel Oehler aber zuversichtlich: „Der Zusammenerhalt ist sehr gut, die Jungs trainieren intensiv und ihr Engagement stimmt.“ 

    TuS Neuhausen mit anderer Erwartungshaltung

    Der TuS Neuhausen steht noch schlechter in der Tabelle als die TSG. Beim TuS ist aber die Erwartungshaltung eine ganz andere. Jeder im Team konnte davon ausgehen, dass diese Saison knüppelhart werden kann. Der sportliche Leiter Dennis Dell äußert sich dazu: „Man merkt deutlich den Klassenunterschied zur Bezirksliga, taktisch und Inhaltlich herrscht hier ein ganz anderes Niveau vor.“ 

    Zur TSG gibt es sogar eine Parallele: die zahlreichen Fehler. Dies wird in dieser Liga allerdings sofort bestraft. Gerade in den Derbys gegen die TSG und Wormatia II hat der TuS gezeigt, wessen er fähig ist und dass er an guten Tagen jeden Gegner schlagen kann. Im Gegensatz wurden allerdings in großer Euphorie die folgenden Partien gegen direkte Konkurrenten verloren. 

    So blickt Dennis Dell mit gemischten Gefühlen auf die Vorrunde zurück, denn es besteht weiterhin Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. „In den meisten Spielen haben wir mit unseren Gegnern mitgehalten. Etwas mehr Glück und wir hätten den einen oder anderen Punkt mehr“, analysiert Dell die bisherige Saison. 

    Das Highlight für den TuS war der Sieg bei der TSG, was zugleich der erste Sieg nach 17-jähriger Pause in der Landesliga war. Sehr unzufrieden zeigte sich Dell mit der Kadersituation, vor allem, was die Offensive betrifft. Nicht ein einziges Mal konnte man mit dem stärksten Team auf dem Platz stehen. Beruflich und verletzungsbedingt fehlten immer wieder zu viele Spieler, was an der Qualität festzustellen war. „Wenn wir schon jetzt mithalten konnten, bin ich überzeugt, dass wir in der Rückrunde noch stärker auftreten werden.“

    „Gute Auftritte hingelegt“

    Punktgleich auf dem dritten Platz stehen der SV Gimbsheim und der VfR Wormatia Worms II. Nach dem 11. Spieltag grüßten die Altrheiner vom Tabellenthron, danach wurde kein Sieg mehr erzielt. Trainer Steven Jones zeigte sich trotzdem sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf: „Defensiv sehr stabil und kompakt und wir haben noch kein Spiel vor heimischem Publikum verloren, dazu alle drei Derbys gewonnen“. 

    „Wir haben sehr gute Auftritte hingelegt. Platz 3 in dieser ausgeglichenen Liga ist schon stark. Schon vor der Saison habe ich gesagt, dass es schwerer wird Punkte zu holen“, so Jones. Auswärts seien nur ein paar Punkte liegen gelassen worden, allerdings gegen sehr gute Gegner. Der Coach ist damit nicht ganz unzufrieden, aber unter dem Strich ist laut ihm „etwas zu wenig dabei herausgekommen“. 

    Spielerentwicklung als Hauptaugenmerk

    Ganz leise und sachte hat sich die Wormatia II an die obere Tabellenhälfte herangepirscht. Der Blick geht aber nicht immer auf die Tabelle, die Entwicklung der einzelnen Spieler und der Mannschaft sind das Hauptaugenmerk. Damit ist Trainer Björn Weisenborn voll im Reinen. Bei einer sehr jungen Truppe sei eine gewisse Kontinuität nicht gerade einfach. Nach gutem Start, kam es zwischendurch zu einem Hänger, aus dem sich die Wormatia schnell wieder befreien konnte. Dazu Björn Weisenborn: „Immer an die Grenze zu gehen war ein Lernprozess. Dadurch haben wir einige Punkte verloren“. Dies hat man inzwischen deutlicher verinnerlicht. Solche Dinge seien aber auch einkalkuliert worden. „Wir wussten, dass es manchmal in die Hosen gehen kann. Wir wollen Fußball spielen, eigene Entscheidungen treffen, auch wenn wir damit ins Risiko gehen.“

    Zwei Teams spielen um den Aufstieg und zwei wollen den Abstieg verhindern. Es wird spannend zu sehen sein, was am Ende dabei herauskommt. An einem Punkt müssen alle Teams arbeiten: Sie stehen auf den letzten vier Plätzen, was die Fair-Play Wertung betrifft.  

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