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  • Do., 15. Februar 2018, 11:03 Uhr
    Informationsabend der Hochheimer SPD zum Thema Herzdruckmassage

    Jeder kann Leben retten





    Dem Partner helfen, wenn er plötzlich am Boden liegt und blau anläuft. Das lernten etwa 30 Mitbürger in der Ortsverwaltung.


    Auf Einladung des SPD Ortsvereins Worms-Hochheim konnte die Vorsitzende Maria Hilberg etwa 30 Mitbürger im Versammlungsraum der Ortsverwaltung begrüßen, die die Gelegenheit nutzten, um sich darüber zu informieren, wie man durch Herzdruckmassage Menschen das Leben retten kann, die einen plötzlichen Herzstillstand erlitten haben.

    Die Initiative „Soziales und Gesundheit“ mit Jutta Bingenheimer von der SPD-ASG, die IKK Südwest, der Pflegestützpunkt Worms, vertreten durch Caroline Reinschmidt sowie ein Arzt nehmen sich seit 2017 diesem wichtigen Thema an und bieten Informationsveranstaltungen zur Wiederbelebung an.


    Eindrucksvoll machte Jutta Bingenheimer an Zahlen deutlich, wie wichtig die Druckmassage ist. Von etwa 150.000 Menschen kommen etwa 10 bis 15 Prozent lebend in ein Krankenhaus. Von diesen Personen werden etwa 8 bis 10 Prozent ohne neurologische Schäden aus der Klinik entlassen. Zum Vergleich: In Skandinavien und den USA liegt die Zahl bei 70 bis 80 Prozent. Ein Grund dafür ist, dass dort schon die Kinder in der Grundschule diese Massage erlernen. Aufgrund dessen wurde diese Initiative ins Leben gerufen, damit möglichst Viele in der Lage sind, den Betroffenen zu helfen. Denn bei der Lebensrettung kommt es auf Minuten an. So stellt das Gehirn nach etwa drei bis fünf Minuten seine Funktion ein. Der Rettungsdienst ist aber in der Regel erst nach 12 bis 15 Minuten beim Patienten. Diese Zeit heißt es zu überbrücken: Mit einer Herzdruckmassage und wenn möglich auch mit dem Anlegen eines Defilbrillators. Nach einer praktischen Demonstration und Informationen von Dr. Viktor Fuchs, was weiterhin während der Druckmassage zu beachten und zu tun ist, konnten die Anwesenden selbst an einer Puppe „Hand anlegen“. Des Weiteren wurde demonstriert, wie ein Defibrillator funktioniert und im Falle eines Kammerflimmers angelegt wird. Nach den erfolgreichen Übungen konnte sich dann jeder noch einem Herzstress-Test, initiiert von der IKK Südwest unterziehen.

    Alle Anwesenden waren sich einig, dass dies eine gelungene Veranstaltung war, die unbedingt zu wiederholen ist.


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