WAHLKREISKONFERENZ: Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei Nominierungskonferenz im Mozartsaal / Geschäftsführer Dirk Beyer wird B-Kandidat
Jens Guth wieder Direktkandidat der Wormser SPD
Von links: B-Kandidat Dirk Beyer, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der erneute SPD-Direktkandidat Jens Guth werben für die kommende Landtagswahl und für ihre Sozialdemokratie. Foto: SPD
Für seinen Wiedereinzug in den rheinland-pfälzischen Landtag nahm Jens Guth am Mittwoch eine formale Hürde: Mit einer breiten Mehrheit von rund 90 Prozent nominierten ihn die Delegierten der SPD-Wahlkreiskonferenz als Direktkandidaten im Mozartsaal des Wormsers unter Corona-Hygienebedingungen. Als Ersatzkandidat steht ihm Dirk Beyer zur Seite. „Worms ist meine erste Parteiveranstaltung mit lebendigen Menschen, die mir gegenüberstehen“, stimmte keine geringere als Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf den gemeinsamen Abend in Zeiten von Corona ein. Die erneute Wahl des vorgeschlagenen Wormser Parteichefs und amtierenden Landtagsabgeordneten Jens Guth legte sie allen Wormser ans Herz. „Jens kann die Belange von Worms tatsächlich immer sehr effektiv und erfolgreich nach Mainz tragen“, würdigte Dreyer die parlamentarische Arbeit des ehemaligen SPD-Generalsekretärs.
Unterschätzte Berufe besser bezahlen
Anschließend thematisierte die oberste Sozialdemokratin des Landes unter anderem Wohnungsbau, Finanzen, Kitas, Schulen oder etwa Gesundheitspolitik – alles unter dem Blickwinkel der Solidarität, die die Ministerpräsidentin als Kernelement der Partei immer wieder hervorhob. „Wir haben als Land gerne Geld in die Hand genommen, um den Bonus der Altenpflege aufzustocken“, legte sie beispielhaft ein Element der beiden Corona-Nachtragshaushalte dar. Allerdings wolle sie mehr. Sie wolle eine dauerhaft gute Bezahlung über gute Tarifverträge. „Pflegerinnen, Verkäuferinnen und Paketzusteller leisten großartige Arbeit“, so Dreyer weiter, „und es darf nicht so bleiben, dass diese Menschen so schlecht verdienen!“
Offenes Ohr für Bürger
Alles Themen, die der bestens vernetzte Kümmerer Jens Guth kennt, bescheinigte Präsidiumsleiter Timo Horst seinem Parteigenossen ein offenes Ohr. „Und gerade in dieser ganz schwierigen Zeit der Corona-Krise habe ich mit ganz, ganz vielen Menschen zu tun“, griff Jens Guth dies später gerne auf. So habe er sich etwa mit Schaustellern, Hoteliers, Gastronomen, Physiotherapeuten, Yogalehrern, Musikschulen, Kultur- und Medienleuten ausgetauscht. „Da kämpfen Leute um ihre Arbeitsplätze, ihre Existenzen oder um ihr Lebenswerk. Das geht nicht spurlos an mir vorbei“, betonte der Pfeddersheimer. Aber Landesministerien und Krisenstabstelle seien immer, auch samstags und sonntags, ansprechbar gewesen. „Wir haben in vielen Fällen helfen können“, so Guth, „und auch in den nächsten Jahren möchte ich gerne für meine Partei und für die Menschen da sein“.
Beherztes Engagement für Worms
Im Wissen, dass Wahlen keine Erntedankfeste sind, kündigte Jens Guth besonders für die Themen sozialer und bezahlbarer Wohnraum, Stadtgestaltung, Mobilität und Bildung sein vertieftes Engagement an. „Erst vor wenigen Tagen haben wir einen Förderbescheid des Landes für die Wohnanlage in Pfiffligheim erhalten und für das große Projekt Fischmarkt inklusive einer Kita ist der Förderbescheid schon in Arbeit“, konkretisierte er das Beispiel der Wohnraumförderung. In Fragen der Mobilität habe er zudem etwa den S-Bahn-Haltepunkt Süd nochmals angestoßen. „Weil ich diesen mit einem Park und Rideparkplatz zu kombinierenden Haltepunkt für den Süden unserer Stadt, aber auch für das gesamte Eisbachtal, für eine wichtige Maßnahme halte“, informierte Guth über eine weitere Initiative. Auch für die Stadtteile wolle er sich besonders einsetzen und warb für das neue Stadtteilentwicklungsprogramm des Landes „Stadtdörfer“.