
Wieder einmal war die internationale Mittelstrecken-Elite in Pfungstadt am Start, wieder einmal war das Wetter just in time optimal und wieder einmal gab es großartige Leistungen. Auch den Neuseeländer James Preston lockte die inzwischen sprichwörtliche „Pfungstadt Magic“, also die tolle, mitreißende Atmosphäre dort im Waldstadion; er konnte sich sogar noch die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris sichern.
Mit dabei war auch die Wormser Mittelstreckenläuferin Jessica Keller von der TG Worms, die sich in den vergangenen Jahren mehr auf 5000 Meter spezialisiert hatte. Die großen Teilnehmerzahlen der Laufgala sprengten jedoch den Zeitplan, sodass ihr 1500m-Lauf erst um 22.20 Uhr stattfinden sollte. „So spät am Abend bringe ich keine Höchstleistungen“, merkte sie bereits im Vorfeld an, als erst zwei Tage davor der Zeitplan veröffentlicht wurde.
Für jeden einzelnen Lauf über 800m und 1500m wurden Pace-Maker engagiert, die dann das Zieltempo des jeweiligen Laufs bestmöglich vorlaufen sollten. Jessica Keller lief direkt der Pace-Makerin hinterher und finishte mit 4:33,03 Minuten, was genau eine Sekunde über ihrer persönlichen Bestzeit aus 2021 liegt. „Mein Ziel, die Quali für die Deutschen Meisterschaften der Frauen von 4:30 Minuten habe ich zwar verfehlt“, resümierte die TGWlerin ihre zweitbeste 1500m-Zeit, „aber bei der späten Startzeit hatte ich nicht mehr erwartet“.