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  • So., 25. Januar 2015, 14:17 Uhr
    Die Handballer der HSG Worms haben am Sonntag die HSG Zotzenheim/St.Johann/Sprendlingen um 18 Uhr in der Nikolaus-Doerr-Halle zu Gast

    Jetzt gilt es, sich voll auf sich selbst zu konzentrieren

    Foto: Felix Diehl


    VON KLAUS DIEHL In einem Rückblick auf das Spiel gegen die TG Osthofen ist noch etwas klarzustellen: Wenn die Schiedsrichter deutlich machen, dass sie nicht anpfeifen, wenn noch mehr Leute in die Nikolaus-Doerr-Halle hineingelassen werden, dann ist auch der Verein machtlos, will er das Spiel nicht verlieren. Gerade ehemalige Handballer, die u. a. auf einer Geburtstagsfete waren und erst kurz vor dem Anpfiff sich an der Nikolaus-Doerr-Halle einfanden, sollten wissen, dass sie sich eben nicht wundern dürfen, keinen Platz mehr zu erhalten.

    Denn dieses Nachbar-Derby hat seit Jahren immer für eine volle Halle gesorgt und diesmal einen Zuspruch wie noch nie. Darunter waren viele Besucher, die erstmals bei einem Handballspiel waren.

    Dies zeigt die Attraktivität zum einen für dieses Derby und zum zweiten für die Sportart Handball. Deshalb als alter Fan gar aus einem der drei Fusionsvereine auszutreten, ist nicht nachvollziehbar.

    In der BIZ-Südhalle zu spielen, würde auch großen Ärger mit sich bringen, weil in den ersten zwei Reihen nur Leute von mindestens 1,80 Meter Größe das Spielfeld einigermaßen einsehen können. Kinder könnten gar nichts sehen.

    Dies würde dazu führen, wie dies bei den vielen Sportveranstaltungen im BIZ-Süd auch im letzten Jahr der Fall war, dass diese Zuschauer mehr oder weniger aufstehen, und der Ärger wäre vorprogrammiert.

    Mit dem kompletten Zubau der Balustrade wurde bei der BIZ-Renovierung ein Fehler seitens der Stadt Worms gemacht, welchen die Wormser Sportverantwortlichen (Sportausschuss, Stadtsportverband, Sportkreisvorsitzender wie auch Vereinsvertreter) bei der Vorstellung vor Pressevertretern moniert hatten und auch öffentlich machten.

    Da wurde unnötig viel Geld ausgegeben und auch das Versprechen bisher nicht gehalten, die ersten beiden Sitzreihen zu erhöhen.

    Die Menge der Besucher des Osthofener Spiels hätten nie in der BIZ-Südhalle Platz gefunden.

    Die HSG-Verantwortlichen verstehen zwar ihre Anhänger und sonstigen Zuschauer, waren aber gegen das Veto der Schiedsrichter machtlos und hoffen weiter auf ihre Anhänger.

    Heimspiel gegen die HSG Zotzenheim/St. Johann/Sprendlingen
    Nach einem Spiel Pause, wo man sich nach dem Derby gegen Osthofen erholen konnte, kommt am Sonntag ein recht unbequemer Gegner in die Nikolaus-Doerr-Halle. Vor gut drei Jahren noch hoch gehandelter Meisterschaftsfavorit unter dem jetzigen Osthofener Trainer Frank Herbert, hat der Gast mit wechselnden Ergebnissen, zuletzt durch den Sieg gegen SG Saulheim 2 und TV Nieder-Olm 2, auf sich aufmerksam gemacht.

    Co-Trainer Kalle Böhnert hat den morgigen Gegner beobachtet. „Wir werden uns taktisch einzustellen wissen, auch was die Abwehr betrifft und werden nach der 3:2:1-Version, unsere 6:0 Abwehr wieder ein Stück weiterentwickeln.

    Trotz des klaren und in der Höhe auch verdienten Sieges gegen den Spitzenreiter aus Osthofen hält die Mannschaft die Spannung weiter hoch und hat hervorragend trainiert.

    Wir sind uns bewusst, dass noch nichts hinsichtlich Meisterschaft entschieden ist und werden konzentriert weiterarbeiten. Dazu gehört auch, dass wir unsere Heimspiele gewinnen. Wir sind am Sonntag der absolute Favorit und nehmen das auch so an. Dennoch darf man die Gäste nicht unterschätzen und wir müssen von Anfang an konzentriert über eine starke Abwehr das Spiel kontrollieren“, so Böhnert.

    Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Bernd Ströning in der Abehr, doch haben die Zimmermann-Schützlinge mit Jochen Schloß, Markus Metzdorf, Andre Ermisch, Fabian Markert und Sven Walther genügend Alternativen im Innenblock. Besonders Metzdorf wird nach einem Semester Auslandstudium von Training zu Training immer stärker und wird in zwei bis drei Wochen seine alte Spielstärke wieder zeigen. Wie auch Jochen Schloß, der im November und Dezember letzten Jahres im Prüfungsstress stand und trotzdem kein Training versäumte. Er ist als Abwehrchef nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken.

    Fabian Markert hat im Spiel gegen Osthofen gezeigt, dass seine Leistungskurve nach seinem Handbruch ständig nach oben geht. Bleiben alle Leistungsträger gesund, so sieht Trainer Gerd Zimmermann noch Luft nach oben. Er und seine Spieler hoffen auch, dass die Fans, die nicht mehr zum Derby gegen die TGO in die Halle durften, trotzdem am Sonntag weiter unterstützen. „Wir werden versuchen, alle mit tollem Handball zu verwöhnen“, so das Versprechen der Spieler.Wenn Denis Markert so hoch angebraust kommt, sieht es für den gegnerischen Torhüter meist schlecht aus.

    Wenn Denis Markert so hoch angebraust kommt, sieht es für den gegnerischen Torhüter meist schlecht aus. Foto: Felix Diehl

     
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