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  • Do., 24. Oktober 2019, 12:51 Uhr
    MDL JENS GUTH: Treffen am Johannisturm initiiert / Endlich Einigung erzielt

    „Jetzt kann die Sanierung losgehen!“

    Bei einem Treffen vor Ort sollen noch einmal die letzten Probleme aus dem Weg geräumt werden.


    Der markante Wehrturm in der St. Georgenstraße 27 in Pfeddersheim steht im nördlichen Verlauf der einstigen Stadtbefestigung. Er spielte im Bauernkrieg 1525 wegen seiner Größe und Macht eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hatte sich MdL Jens Guth auch für diesen Turm um eine Förderzusage beim Land eingesetzt, nachdem er diese bereits für den Türturm, Aulturm, Eckturm, Roten Turm und zuletzt den Kirchturm erwirken konnte. Diese sind zwischenzeitlich fachgerecht saniert und können damit nachhaltig erhalten werden. Das Warten auf baldige Sanierung und Nutzung des letzten unsanierten Wehrturmes ist nun wohl endlich vorbei, freut sich MdL Jens Guth (SPD), der zur Klärung nun nochmal alle Parteien an einen Tisch geholt hatte. Im Freien vor dem Turm traf er sich mit den zuständigen Dezernenten Uwe Franz (Bau) und Hans-Joachim Kosubek (Denkmalschutz), Vertretern der unteren und oberen Denkmalbehörde, der Bauverwaltung, dem Eigentümer sowie dem Architekten um noch einmal die letzten Probleme aus dem Weg zu räumen.

    Ein Stück Stadtmauer erhalten

    Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer über die Tatsache, dass der Turm der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müsse. „Dies ist Grundbedingung der Denkmalpflege“, so Dr.-Ing. Markus Fritz-von Preuschen von der Generaldirektion Kulturelles Erbe, ebenso der Erhalt der Decke aus dem 14. Jahrhundert. Diese sei ein wichtiges Zeugnis, stimmte Aquilante DeFillipo von der unteren Denkmalschutzbehörde zu. Es müsse auch ein Stück Stadtmauer erhalten bleiben und wichtig sei, dass die Erschließung von Stadtseite stattfindet, damit die „Feindesrichtung“ aufgezeigt werden könne. Laut Statiker sei die Wehranlage in einem erstaunlich guten Zustand, eröffnete Architekt Klaus Schäfer seine Erläuterungen bei der die Ertüchtigung der historischen Balkendecke eine wichtige Rolle spielte. Dies dürfe geschehen, sofern kein Substanzverlust damit einherginge, stimmten die Denkmalpfleger unisono zu und gaben ihr grundsätzliches Einverständnis zur Maßnahme.

    Gesamtkonzept und Kalkulation benötigt

    Baudezernent Uwe Franz informierte die Teilnehmer, dass bereits im Anschluss an das Treffen ein Termin des Eigentümers Christian Schneider und Architekt Klaus Schäfer mit der Bauaufsicht geplant sei um weitere Details zu besprechen. Nun werden eine Gesamtkonzeption und die Kalkulation benötigt, damit im Frühjahr spätestens begonnen werden kann, drängt MdL Jens Guth auf einen baldigen Baubeginn. Immerhin geht es um eine circa 80-prozentige Förderung des Landes und bereits seit zwei Jahren liegt die Förderzusage des Innenministeriums auf dem Tisch. Sollte nun nicht bald mit der Maßnahme begonnen werden, droht die zugesagte Landesförderung zu verfallen.

    SPD-Landtagsabgeordneter Jens Guth, Bürgermeister Kosubek und Dezernent Franz zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis und waren sich einig: „Jetzt kann die Sanierung losgehen!“

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