
Von Marcus Diehl › Die Serie ist gerissen, der Kampf um den Klassenerhalt geht weiter. Die TSG Pfeddersheim verliert bei Basara Mainz mit 1:3 (1:1). Nach fünf Erfolgen am Stück wurde wieder einmal ein „Endspiel“ verloren. Noch haben sie es in der eigenen Hand. In zwei Wochen kommt es dann beim TuS Marienborn zu einem „Alles oder Nichts“-Spiel.
Die Marschrichtung gegen Basara konnte vor dem Anpfiff nur auf einem Punkt liegen: Sie nicht in ihr Spiel kommen zu lassen – denn dann sind sie in der Lage, jedes Team in der Verbandsliga auseinanderzunehmen. Dies durfte in der Vorbereitung auch die Wormatia leidvoll erfahren.
Mit ihren wendigen, schnellen und spielfreudigen Fußballern, großteils aus dem Land der aufgehenden Sonne, haben sie der TSG unlösbare Aufgaben gestellt. Nach einem guten Beginn in der Partie haben die Pfeddersheimer einiges vermissen lassen. Dazu kommt, dass im Kader der TSG einige Akteure nicht ausfallen dürfen. Mit Fabio Schmidt stand das allerwichtigste Glied im Verbund wegen einer OP nicht zur Verfügung. Der Kapitän und Anführer ist allein mit seiner Präsenz unersetzbar. Bis zur Führung von Bartosz Wiach war alles so wie in den Vorwochen. Die Zweikämpfe wurden aggressiv geführt, die Defensive stand noch felsenfest – alles noch im grünen Bereich.
Trainer Marco Streker: „Wir waren heute auch im Kopf nicht bereit. Basara macht fast das beste Saisonspiel und wir waren im Kollektiv nicht gut genug.“ Basara war in allen Belangen überlegen. Sehr diszipliniert, laufstark, sehr athletisch und wenn sie losgelassen werden, können sie ebenfalls aggressiv gegen den Ball arbeiten. Den Widerstand konnte die TSG nicht kreieren. Marco Streker bemängelte den fehlenden Männerfußball. Es war nicht mehr zu vermeiden, dass die Gastgeber die Übermacht bekommen haben. Zwangsläufig war abzusehen, dass der Ausgleich noch vor der Pause durch Yuya Okuda für Basara fallen würde. Ein Abschluss von Moritz Maurer, das war die letzte gefährliche Szene der TSG. Schon früh war abzusehen, dass es ein gebrauchter Tag werden würde.
Im Laufe der Partie kam auch zutage, dass der Kader nicht richtig zusammengestellt worden ist. Trainer Marco Streker fehlten einfach die Alternativen, um zu reagieren. Die zweite Hälfte war teilweise ein Schaulaufen der Gastgeber. Eine höhere Niederlage wäre gerecht gewesen. Doch nur ein Kopfball von Joscha Marzi und eine von Jaesung Cho veredelte Traumkombination landeten je im Gehäuse.
Nichtsdestotrotz darf die TSG jetzt nicht in Panik verfallen. Mit Blick auf die Resultate am Wochenende wurde der erste Matchball vergeben. Das kommende, spielfreie Wochenende könnte jetzt als Nachteil entstehen. Trotzdem haben sie es am letzten Spieltag beim TuS Marienborn selber in der Hand. Es gilt jetzt nach vorne zu blicken, in Ruhe abzuwarten, was die Konkurrenz am nächsten Wochenende abliefert. Mit Blick auf die Oberliga könnte es immer noch sechs Absteiger in der Verbandsliga geben, aber auch weniger ist immer noch möglich. Auch wenn die TSG unter den Strich kommen könnte, haben sie am ersten Sonntag im Juni noch die Möglichkeit, dies zu korrigieren.