
VON REGINA URBACH Jörg Kochs neues, illustriertes Buch „100 Dinge über Worms, die man wissen sollte“ unterhält mit Anekdoten und kleinen Geschichten um Wormser Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten. Das zahlreich erschienene Publikum auf der Lesung in der Stadtbücherei trat denn auch sogleich mit dem Autor in den Dialog. Einige hatten das Buch bereits gelesen, viele erinnerten sich selbst an erwähnte Orte und Ereignisse. OB Kissel, der das Buch als „sehr schöne Lektüre für Wormserinnen und Wormser mit Einblick in die Vielfalt unserer schönen alten Stadt“ empfahl, erhielt ein Exemplar zum Geschenk, „obwohl Sie ja schon alles wissen“, wie Koch schmunzelnd anmerkte.
In 15 Kapiteln und auf 112 Seiten nähert sich der versierte Lokalhistoriker seiner Stadt unter Stichworten wie „verbindet“, „eiskalt“, „nachtschwärmersich“, „steinreich“, „Frauen“, „heldenhaft“, „parkt ein“ oder „verkehrt“. Darunter finden sich Themen mit einem Augenzwinkern zusammen, deren Hintergrund Koch anekdotenhaft und kurz ausleuchtet: Vannini und der zugefrorene Rhein, Pflaster-, Hunger- und Stolpersteine, Lederindustrie und Mantelsonntag, Parks und Parkhäuser. Man erfährt Details, etwa zur Historie des Lutherbaums und der nach ihm benannten Straße ebenso wie zur letztjährig eingeweihten Karl-Kübel-Füßgängerbrücke, die „ein paar Spaßvögel“ eigenmächtig auf „Terence-Hill-Brücke“ umtauften, natürlich auch über die entsprechenden Namensgeber. Obwohl als Autor wie auch als Vortragender wahrhaftig kein Newcomer, war dies Kochs erste wirkliche Autorenlesung. Anschließend blieben die Gäste auf Einladung der stellvertretenden Bibliotheksleiterin Cordula Schönung, die Koch von Kindesbeinen an kennt, noch zu einem „Wormser Gedeck“ (Brezel und Wein) und nutzten die Gelegenheit, sich ein Buch-Exemplar (im Buchhandel für 14,90 Euro erhältlich) signieren zu lassen. In der Stadtbibliothek ist das Buch natürlich auch entleihbar.
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