Fachtag Wormser Jugendarbeit: Konflikte und Konfrontationen als Lern- und Erprobungsfeld betrachten
„Jugendarbeit in stürmischer See“
Das Podium debattierte im Haus am Dom mit rund 80 Gästen. Foto: Stadt Worms
Das Kinder- und Jugendbüro der Wormser Stadtverwaltung hatte die Fachöffentlichkeit am Mittwoch zum Fachtag Wormser Jugendarbeit ins Haus am Dom geladen. Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt von der Hochschule Magdeburg hielt einen zentralen Impulsvortrag unter dem Titel „Krisen sind Herausforderungen – Jugendarbeit in stürmischer See“.
Für Wendt sind Teilhabeprozesse vor allem dann demokratiefördernd, wenn „Konflikte als Lern- und Erprobungsfeld im lokalen Gemeinwesen möglich sind“. Jugendarbeit sollte Konflikte also nicht vermeiden, sondern Auseinandersetzung und Konfrontation als Aspekte betrachten, in denen demokratierelevante Verhaltensweisen eingeübt werden können. Kommunaler Jugendarbeit komme hier eine besondere Bedeutung zu.
„Der Ton in der gesellschaftlichen Debatte wird zusehends rauer, gleichzeitig wird es angesichts wachsender Herausforderungen immer wichtiger, Lösungen demokratisch auszuhandeln. Doch Demokratie ist nicht selbstverständlich, der Umgang mit ihr muss – möglichst früh im Leben – erlernt werden. Dazu müssen wir mit der Jugend, nicht über die Jugend sprechen“, so Sozialdezernent Waldemar Herder. Er freute sich deshalb auch besonders über die mehr als 80 Besucher.
In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschten sich Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt, Sozialdezernent Waldemar Herder, Taran Veer Singh (Vorsitzende Jugendparlament), Sandra Herrmann, (Projektleitung „Dein Team für psychosoziale Gesundheit“, DRK) und Johanna Claußnitzer-Piel (Vorsitzende Stadtjugendring Worms) mit dem Publikum aus.