Heranwachsende im Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Beruf zielgerichtet unterstützen / Arbeitsagentur, Jobcenter und Stadt vereinbaren Kooperation
Jugendberufsagentur geht auf Zielgerade
Um das Projekt auf den Weg zu bringen, unterzeichnen Vertreter der Arbeitsagentur, des Jobcenters und der Stadt Worms jetzt eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.
In Worms soll eine Jugendberufsagentur als zentrale Anlaufstelle für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 25. Lebensjahr entstehen. Indem Arbeitsagentur, Jobcenter und die Jugendberufshilfe des städtischen Kinder- und Jugendbüros intensiver vernetzt werden, sollen junge Menschen im Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Beruf auf eine beratende Hilfe mit kurzen Wegen zurückgreifen können. Somit zielt das Konzept der Jugendberufsagentur in Worms neben einem verbesserten Zugang von jungen Menschen zu den Beratungsangeboten auf eine passgenaue Ausbildungsstellen- und Maßnahmenvermittlung sowie gleichzeitig auf eine Verkürzung der Verweildauern im so genannten Übergangssystem zwischen Schule und Beruf.
Jugendarbeitslosigkeit verringern
Heike Strack, Vorsitzende der Geschäftsführung der Mainzer Arbeitsagentur, hob die guten Erfahrungen hervor, die man in Mainz mit einer dort seit 2008 bestehenden Jugendberufsagentur gemacht habe. „Von der geplanten Zusammenarbeit in Worms profitieren sowohl Jugendliche mit Unterstützungs- und Beratungsbedarf bei der beruflichen Orientierung als auch Heranwachsende, deren Berufseinstieg durch unterschiedliche Probleme erschwert wird", so Strack. Mittel- und langfristig soll durch die abgestimmte intensive Unterstützung junger Menschen bei der beruflichen und sozialen Integration die Jugendarbeitslosigkeit weiter reduziert und dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel begegnet werden. Darüber hinaus will man Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt effektiver zusammenführen.
Eltern stärker einbeziehen
Die Netzwerkarbeit der Jugendberufsagentur in Worms wird sich dabei nicht auf die beteiligten Kooperationspartner beschränken, sondern auch weitere Partner wie Schulen, Unternehmen, Kammern und Sozialpartner einbinden. „Als weiterer wichtiger Kooperationspartner in der Jugendberufsagentur sollen zukünftig die Eltern stärker im Übergangsmanagement „Schule-Beruf“ einbezogen werden,“ so Bildungs- und Sozialdezernent Herder. Denn gerade in dieser zukunftsentscheidenden Phase eines jungen Erwachsenen nähmen Eltern eine wichtige Rolle ein. Sie können und sollen die Jugendlichen auf dem Weg ins Berufsleben begleiten.
„Die Planungen für die Jugendberufsagentur in Worms laufen bereits seit einiger Zeit und sind inzwischen weitgehend abgeschlossen", erläutert Waldemar Herder, Sozialdezernent der Stadt Worms. Man sei nun auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.