Macherinnen der Kampagne GRENZEN ACHTEN! veröffentlichen Workshopkonzept zur Arbeit mit Jugendlichen / Materialien stehen kostenlos zum Download bereit
Jugendliche lernen Grenzen achten!
Von links: Regina Mayer (Frauennotruf Worms), Anika Baumann (ASB-Kinderschutzdienst) und Jasmine Olbort (Gleichstellungsstelle Stadt Worms).
Herabwürdigende Kommentare und Gesten, sexualisierte Beleidigungen, begrapscht und bedrängt werden – das alles erleben Mädchen und Frauen alltäglich im öffentlichen Raum. Street Harassment nennt sich dieses Phänomen im englischsprachigen Raum, das seit einiger Zeit auch in Deutschland diskutiert wird. In Worms gibt es seit Sommer 2014 die Kampagne GRENZEN ACHTEN!, mit der die Macherinnen von Gleichstellungsstelle, Frauennotruf und ASB-Kinderschutzdienst für das Thema „Sexualisierte Anmache“ sensibilisieren möchten. Nun haben die Initiatorinnen ein Workshopkonzept erarbeitet, mit dessen Hilfe sexualisierte Anmache in Jugendgruppen und Schulklassen thematisiert werden kann.
„Seit es die Kampagne GRENZEN ACHTEN! gibt, bekommen wir immer wieder Rückmeldungen von Lehrerinnen und Lehrern, die sagen, wie wichtig es sei, mit Jugendlichen über das Thema zu sprechen. Aber leider fehlten bisher die dafür notwendigen Konzepte. Diese Lücke möchten unsere Workshopmaterialien schließen“, erläutert Anika Baumann vom ASB-Kinderschutzdienst die Projektidee.
Ergebnis dieses Impulses ist ein Konzept für pädagogische Fachkräfte zur Arbeit mit Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren. Es besteht aus sechs Themenfeldern, die aufeinander aufbauend, aber auch einzeln durchgeführt werden können. Mit ihrer Hilfe lernen die Jugendlichen zum Beispiel, wie sie Grenzen leichter anerkennen können, wo der Unterschied zwischen Flirt und Belästigung liegt und wie sie sich in unangenehmen Situationen gegenseitig unterstützen können.
Die Materialien können auf der Kampagnenhomepage www.grenzenachten.de kostenlos heruntergeladen oder bei der Gleichstellungsstelle bestellt werden. Weitere Informationen gibt es bei der Gleichstellungsstelle der Stadt Worms unter Telefon 06241/853-7400 oder E-Mail: gleichstellungsstelle@worms.de.