Do., 13. Februar 2014, 08:56 Uhr
Kolping Worms sucht berufserfahrene Ausbildungspaten / Dramatische Zahlen zeigen den Bedarf
Jugendlichen beim Übergang in die Ausbildung helfen
Nur 15 bis 22 Prozent der Wormser Schüler mit einem Hauptschulabschluss finden direkt im Anschluss an die Schule eine Ausbildungsstelle. Die anderen, immerhin 250 Schülerinnen und Schüler eines Abschlussjahrgangs müssen zwangsweise in die Berufsbildende Schule für ein Berufsfachschuljahr.
Davon schafft rund ein Drittel die Mittlere Reife. 125 bis 150 Schüler verschwinden aus der Statistik, ohne dass man weiß, ob sie arbeitslos sind, Gelegenheitsjobs finden oder drogenabhängig werden. Dramatische Zahlen, die der Leiter des Regionalen Übergangsmanagements (RÜM) bei der Stadt Worms, Gerhard Willy, im November 2013 der Öffentlichkeit vorlegte.
Die Kolpingsfamilie Worms sieht sich dazu aufgerufen, ihr Ausbildungspatenschaftsprojekt neu aufzustellen. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, jungen Menschen bereits in den Abgangsklassen beim Übergang von Schule in die berufliche Ausbildung zur Seite zu stehen “, erklärte das Mitglied der Teamleitung und Mitverantwortlicher im Projektleitungsteam, Karlheinz F. Springborn. Kolping sei bereits mit Wormser Realschulen plus im Gespräch. Dabei habe sich gezeigt, dass ein großer Bedarf für Ausbildungspaten vorhanden ist.
Hierfür sucht die Kolpingsfamilie Worms berufserfahrene Menschen, die Jugendlichen eine Chance geben wollen, ihre Zukunft eigenverantwortlich zu gestalten. Auch Nichtmitglieder sind sehr willkommen. Kolping spricht mit dieser Initiative sowohl aktiv im Beruf Stehende als auch Rentnerinnen und Rentner an.
Im angestrebten Ausbildungspatenschaftsprojekt will man den Schülern bei der Berufswahl, Bewerbungsschreiben und Bewerbungsgesprächen zur Seite stehen. Paten helfen beratend, sollen neue Perspektiven und Alternativen bei der Berufswahl aufzeigen. Paten begleiten bei der Abfassung der schriftlichen Bewerbung, trainieren mit anderen Paten zusammen Schüler für Bewerbungsgespräche, erklärte Karlheinz Springborn.
Interessenten für das Patenamt, für die gesellschaftliche Verantwortung und Solidarität mit jungen Menschen wichtig sind, wenden sich bitte an Manfred Lang, Gymnasiallehrer i.R., Telefon 06245/6409 oder E-Mail: kolpingsfamilie.worms@email.de oder paten.kolping.worm@ t-online.de