Sa., 31. August 2013, 09:55 Uhr
Andreas Wenzel aus Worms-Pfeddersheim jahrgangsbester Winzer Rheinhessens
Jung, dynamisch – Rheinhessen
Im Wonnegau ist er zu Hause, in Worms-Pfeddersheim daheim – der beste Winzernachwuchs 2013. Mit einer Traumnote von 1,3 steigt Andreas Wenzel ins elterliche Weingut Ließ-Wenzel ein.
Der 26-Jährige hat seine Liebe zum Wein schon in die Wiege gelegt bekommen. Schließlich hat schon der Uropa Wein angebaut und vor über 60 Jahren den ersten Flaschenwein abgefüllt. Inzwischen führt der Vater das Weingut seit über einem Vierteljahrhundert und Andreas ist mit dem Leben rund um den Wein aufgewachsen.
Zunächst Maschinenbau studiert
Trotzdem hat er sich nach dem Abitur erst einmal für ein Maschinenbaustudium entschieden, sozusagen die Rebellion der Jugend; was anderes sehen, was anderes lernen, einfach mal weg von Zuhause. Aber der Zauber des Weines fängt den ehrgeizigen Wonnegauer wieder ein. Nach dem Studium beschließt er, eine Winzerlehre zu machen.
Das erste Lehrjahr bestreitet Andreas in der Staatsdomäne Oppenheim. Im Schlossgut Janson in Bockenheim an der Weinstraße absolviert er das zweite Lehrjahr bevor er die Ausbildung im elterlichen Betrieb abschließt.
Dass er die Winzerprüfung als Jahrgangsbester ablegt, damit hat er zu Beginn der Ausbildung nicht gerechnet, auch wenn die Noten von Anfang an hervorragend waren. Sein Fleiß wird zu guter Letzt mit Anerkennung und viel Lob belohnt.
Auch für die Zukunft hat der Jungwinzer ehrgeizige Ziele. Er möchte das Weingut weiter am Markt etablieren, einige Modernisierungen in Angriff nehmen und sich, wie er zwinkernd verrät, Gedanken um die nächste Winzergeneration machen.
Menschen vom Wein begeistern
Vor allem aber möchte er sich den Spaß und die Liebe zu seinem Beruf erhalten; und seine Mitmenschen vom Wein begeistern, was ihm mit seiner sympathischen Art bestimmt gelingen wird. Obwohl die Ziele für die Zukunft bereits gesteckt sind, verliert der frischgebackene Winzer das Naheliegende nicht aus den Augen.
In wenigen Wochen beginnt der Herbst und damit die eigentliche Handwerkskunst des Winzers. Andreas freut sich wie jedes Jahr darauf die Ernte in den Keller zu bringen und die Trauben dann zu stilvollen, charakteristischen Weinen auszubauen. Besonders stolz ist er auf die 2012er Weißweine; die kommen beim Kunden besonders gut an. Verschmitzt lächelnd verspricht er, dass der 2013er Jahrgang noch besser wird.