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  • Fr., 15. Dezember 2023, 11:36 Uhr
    2. Pfalzliga Ost: Wormser Schachverein besiegt Landau III

    Junge Mannschaft entpuppt sich als zäher Gegner

    Florian Hoppe erkämpfte sich das Remis trotz Minusbauer.


    In der 2. Pfalzliga Ost empfing die dritte Mannschaft des Wormser Schachvereins die junge Mannschaft SK Landau III. Der Kampf begann mit einem Paukenschlag. An Brett 6 übersah der Wormser Spieler nach nur 75 Minuten Spielzeit ein Fesselungsmotiv, verlor dadurch einen Turm und gab die Partie sofort auf.

    Besser lief es an Brett 4 für Frank Schäfer. In ausgeglichener Stellung versäumte es sein Gegner sich durch ein Scheinopfer zu befreien, wollte dies wenige Züge später nachholen und übersah dabei einen wichtigen Zwischenzug. Dies kostete ihn eine ganze Figur und zehn Züge später die Partie.

    Gut lief es auch bei Mannschaftsführer Dr. Gernot Köhler an Brett 3. Er sicherte sich im Laufe des Spieles das Läuferpaar, konnte die Stellung öffnen und sich einen Mehrbauern erobern. Nach der Zeitkontrolle im 40. Zug wickelte er in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel ab, bei der er einen zweiten Bauern gewinnen konnte. Die fünf Linien voneinander marschierenden Freibauern waren schließlich nicht zu stoppen und Worms ging nach dreieinhalb Stunden mit 2:1 in Führung.

    Zwei Spiele remis

    An Brett 5 wogte der positionelle Kampf lange hin und her, ehe sich durch Abtausch taktische Chancen ergaben. Nach 30 Zügen hatte Ulrich Krüger mit Schwarz es mehrfach in der Hand, mit ein paar genauen Zügen den Sack zuzumachen. Zeitnotbedingte Fehler auf beiden Seiten wechselten sich dann ab und da beide Könige in der Folge in offenen Gelände kämpften, einigte man sich auf Remis.

    Einen soliden Partieaufbau zeigte Erik Eisenhauer. Er ließ taktisch nichts zu und erreichte gegen einen starken Gegner verdient das Unentschieden. Einen großen Kampf musste Florian Hoppe an Brett 8 fechten. Mit Minusbauer und Zeitnachteil schaffte er es, das entstandene Turmendspiel mit zäher Verteidigung remis zu halten.

    Mutiges Spiel

    Beim Stand von 3,5:2,5 gerieten beide Spieler an Brett 2 bereits zehn Züge vor der Zeitkontrolle in Zeitnot. In äußerst schwieriger Stellung entschloss sich Ilias Probst mutig einen Schlussangriff zu starten. Zuerst griff er den feindlichen König an, wendete sich dann plötzlich dem Damenflügel zu und eroberte einen an den Brettrand gedrängten Springer. Obwohl sich der Gegner noch zwei Bauern einverleiben konnte, war Ilias der Sieg nicht mehr zu nehmen. Mit 4,5:2,5 war der Mannschaftssieg errungen.

    Sieg nicht mehr zu nehmen

    Die letzte offene Partie lief am Spitzenbrett zwischen Valentin Nettsträter und Simon Frohnhäuser. Der Wormser – mit Schwarz spielend – gewann in einer bekannten Najdorf-Variante einen Bauern, musste sich dafür aber dem Ansturm aller weißen Kräfte auf dem Königsflügel erwehren. Die Partie verlief bis zum 21. Zug in theoretischen Bahnen mit einem leichten Plus für Schwarz.

    Dann aber folgten zwei Ungenauigkeiten und das Blatt wendete sich zugunsten des Landauer Spielers. Ab dem 31. Zug spielten beide Seiten nur noch mit den 30 Sekunden Inkrement. Nettsträter wurde immer weiter zurückgedrängt und nach über fünf Stunden ging der Punkt an Landau. Mit 4,5:3,5 Endstand war dies aber nur noch Kosmetik.

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