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  • Mi., 22. Juli 2015, 13:22 Uhr
    Kooperation zwischen Stadt Worms und EWR: Verbundausbildung geht in die dritte Runde 

    Jungen Menschen Vielfalt bieten

    Philipp Kratzer und Oliver Humann (Mitte) haben ihre Ausbildung zum Geomatiker bzw. Vermessungstechniker erfolgreich abgeschlossen. Ihre Ausbilder und Kollegen freuen sich mit Ihnen (von links): Michael Henn, Stefan Weber, Frank Sommer (Stadtverwaltung Worms), Frank Kaufmann und Jens Kliewer (EWR Netz GmbH).


    Ein in Rheinland-Pfalz einzigartiges Projekt geht in die dritte Runde: Die Verbundausbildung der Stadt Worms und dem Energieunternehmen EWR im Bereich Vermessungstechnik. Aktuell haben die Azubis Oliver Humann und Philipp Kratzer ihre Prüfungen zum Vermessungstechniker bzw. Geomatiker abgelegt und erfolgreich bestanden. Ab August können die Kooperationspartner nun zwei neue Azubis begrüßen.

    Start der Kooperation war 2009: Nach 20 Jahren „Ausbildungspause“ entschieden sich Stadt und EWR, gemeinsam zwei Ausbildungsplätze im Vermessungsbereich anzubieten. Dabei absolvieren die Azubis 70 Prozent ihrer Ausbildung bei der Stadtverwaltung – in der Abteilung Stadtvermessung und Geoinformationen. In der verbleibenden Zeit arbeitet der Vermessungsnachwuchs in der EWR-Netzdokumentation. Dort lernen sie den Verlauf von Strom-, Gas- und Wasserleitung zu vermessen und zu dokumentieren.

    „Das große Plus der Kooperation ist die Vielfältigkeit, die wir den jungen Menschen damit bieten können“, erklärt EWR-Ausbilder Jens Kliewer. Und Oliver Humann bestätigt: „Durch die unterschiedlichen Arbeitsbereiche haben wir gelernt, mit verschiedenen Systemen und Instrumenten zu arbeiten – so befasst man sich automatisch mehr mit den Hintergründen.“ Die Zusammenarbeit der Ausbildungsbetriebe hat sich in den vergangenen sechs Jahren bewährt: „Die Abstimmung läuft immer problemlos und auf kurzen Dienstwegen“, erläutert Michael Henn, Ausbilder der Stadt Worms. Betreut wurden beide Azubis außerdem von Stefan Weber, Stadt Worms und Frank Kaufmann, EWR-Netzdokumentation.

    Erstmals Geomatiker ausgebildet
    Neu in diesem Ausbildungsjahrgang war die Möglichkeit, den Beruf des „Geomatikers“ zu wählen. Denn mit der technischen Weiterentwicklung haben sich auch die Anforderungen im Bereich der Datenerfassung und -verarbeitung geändert. „Im ersten Lehrjahr sind die Ausbildungsinhalte mit den Grundlagen der Vermessungskunde noch gleich“, erklärt Frank Sommer, stellvertretender Abteilungsleiter der städtischen Vermessungsabteilung. Danach spezialisiert sich der Vermessungstechniker auf die Datenerfassung im Außendienstbereich, während der Geomatiker den Fokus auf die digitale Datenveredlung, Design und Gestaltung legt. Philipp Kratzer war dabei einer von insgesamt zwölf Geomatikern, die in ganz Rheinland-Pfalz in seinem Jahrgang ausgebildet wurden.

    Nach ihrem Ausbildungsende erhielten nun beide Absolventen eine Anstellung in einem Jahresvertrag bei der Stadtverwaltung Worms. Dabei befassen sie sich gegenwärtig mit zukunftsweisenden Technologien. So arbeitet Philipp Kratzer aktuell am Geoportal für Worms und hinterlegt dort beispielsweise die Buslinien der Stadt. Oliver Humann betreut unter anderem die Einführung neuer, innovativer Vermessungsmethoden, die künftig das Dienstleistungsangebot der Stadtvermessung unterstützen werden.

     

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