
Von Rudolf Uhrig › Bevor die Dernière von „Die Hunnenkönigin“ auf der Oben-Air-Bühne an der Nordseite des Doms und somit eine überaus erfolgreiche und gefeierte Inszenierung bei herrlichem Wetter ihr Ende nahm, erfolgte im Heylshofpark die achte Mario-Adorf-Preisverleihung die für außergewöhnliche künstlerische Leistungen verliehen wird.
Schauspieler, Bühnenbildner und Regisseure hatten sie bereits bekommen, in diesem Jahr waren es zwei junge Musiker: Alice Merton und Alexander Wolfe, die alle sechzehn Spielabende gemeinsam auf der Bühne standen und mit ihren Kompositionen und musikalischen Darbietungen dem Stück eine zusätzliche Erzähl-Ebene gaben.
Und so befand auch die Jury: Merton und Wolfe überführten die Dichtung in Musik und seien die Personifizierung des Konzepts der diesjährigen Inszenierung, sagte das Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, der gleichzeitig am Sonntagabend als Moderator fungierte.
„Das ist nicht Begleitmusik. Es ist die Vertonung des Narrativs des Abends: Gefühle machen Geschichte. Gefühle ändern Geschichte, sie vertonten mit ihrem Soundtrack die Gefühlswelt der Protagonisten“ so Korte. Überaus glücklich zeigten sich die Preisträger Wolfe und Merton, aber auch bescheiden, „denn bei so vielen fantastischen Künstlern und Menschen die die „Die Hunnenkönigin“ überaus erst möglich machten, hätte es alle verdient.“
Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde von Ilse Lang, Ehrenbürgerin der Stadt gestiftet. Als äußeres Zeichen gab es für die Preisträger eine gläserne Stele mit einem Drachen-Motiv des Illustrators Hendrik Dorgathen, die der Technologiekonzern Schott alljährlich spendet, da Mario Adorf während seiner Studienzeit bei SCHOTT in Mainz jobbte. Für das Unternehmen war Jürgen Breier gekommen, für die Politik, neben Hausherr, Oberbürgermeister Adolf Kessel, der rheinland-pfälzischen Kulturminister Sven Teuber.
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