WORMS: Musikfestival fällt 2023 aus / Veranstalter bemängelt fehlendes Entgegenkommen der Stadt
K. o. für „Worms rockt!“ nach zweiter Runde?
Bestens besucht präsentierte sich auch „Die Ärzte“-Tributeband namens Alex im Westerland beim letztjährigen Musikfestival „Worms rockt!“ auf der Kisselswiese am Rhein. Archivfoto: Rudolf Uhrig
Von Florian Helfert › Bei der zweiten Runde nach dem Auftakt des Musikfestivals „Worms rockt!“ im Jahr 2019 und einer Corona-Pause lieferten fünf Tribute-Bands im vergangenen Jahr das Beste der großen Stars und Idole auf der Wormser Kisselswiese ab – und das sogar kostenlos. So konnten Wormser und zahlreiche Gäste aus dem Umland Robbie Williams, Die Toten Hosen, Die Ärzte, U2, ABBA und Coldplay erleben. „Freilich nicht die ‚echten‘, aber die Musiker waren immer nahe am Original“, wie der Nibelungen Kurier als Medienpartner des Musikfestivals damals berichtete.
Mindestens in diesem Jahr fällt der musikalische Publikumsmagnet mit kulinarischem Streetfoodmarkt allerdings aus. Der erfahrene Veranstalter aus Stuttgart, Johannes Leichtle, der unter anderem auch Eislingen, Leonberg, Kornwestheim und Sindelfingen äquivalent belebt, bemängelt ein im Vergleich fehlendes Entgegenkommen der Stadtverwaltung für eine in der Pandemie stark gebeutelte Branche. Nach eigenen Angaben bekommt er andernorts sehr viele Sachleistungen kostenlos bereitgestellt. In Worms sieht er darum aktuell leider keine wirtschaftliche Grundlage für eine dritte Runde.
Derweil bedauert die Stadt Worms die getroffene Entscheidung des Veranstalters. „Die Unterhaltung und der Betrieb der Infrastruktur auf dem Festplatz ist für die Stadt Worms eine freiwillige Leistung“, informiert der städtische Pressesprecher Carsten Schneider-Wiederkehr auf Anfrage des Nibelungen Kuriers. „Im Sinne der Gleichbehandlung mit anderen gleich gelagerten Anmietungen können wir die Miete nicht weiter reduzieren oder gar kostenfrei den Platz zur Verfügung stellen“, so Schneider-Wiederkehr abschließend.
Ob „Worms rockt!“ im nächsten Jahr in die Lutherstadt zurückkehrt oder ob sich Johannes Leichtle als Veranstalter einen neuen Standort in der Region sucht, ließ er im Gespräch mit dem Nibelungen Kurier offen.