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Mo., 14. November 2016, 18:15 Uhr
Taekwondo bei der TG Westhofen: Robert Driever, Heike Hollinger-Driever und Wolfgang Rohleder bestehen 2. Dan-Prüfung
Kämpfer behielten ihre Nerven!
Eine Woche vor dem großen Ereignis, erfuhren die 3 Prüflinge erst von ihrem Trainer und Großmeister Anton Spindler (6. Dan) ihren Termin zur 2. Dan-Prüfung. Das kam deshalb so kurzfristig, da der Prüfer in diesem Jahr nur noch diesen Tag zur Verfügung hatte Jetzt hieß es, die Nerven zu behalten.
Die Prüfung fand in Westhofen in der Karl-Eschenfelder-Turnhalle statt und ist über den Weltdachverband für Olympisches Taekwondo abgenommen worden. Die World Taekwondo Federation (WTF) hat ihren Sitz in Seoul. Der Kukkiwon, auch bekannt als Welt-Taekwondo-Hauptquartier, ist die offizielle Taekwondo-Regierungsorganisation Südkoreas. Robert Driever, Heike Hollinger-Driever und Wolfgang Rohleder wurden höchstpersönlich vom Prüfungsleiter Kim Kyung-Joong (9. Dan) aus Frankfurt geprüft.
Die Vorbereitungszeit für den 2. Dan beträgt insgesamt sechs Jahre, d.h. es darf keine Prüfung in dieser Zeit ausgelassen werden. Zusätzlich besteht die Prüfung aus einem praktischen Teil und einer mündlichen Prüfung. Die gestellten Anforderungen waren dementsprechend hoch.
Höhere Form wurde verlangt
Kritisch wurde es, als die Kämpfer eine Stunde vor der Prüfung erfuhren, dass eine höhere Form verlangt wurde. Trainer Anton Spindler bereitet seine Schüler gottseidank immer so vor, dass sie auch vor Überraschungen sicher sein können. Man kann sich das ungefähr so vorstellen: In der Schule bekommen die Schüler gesagt, am Montag wird eine Englischarbeit geschrieben. Montagsmorgen verkündet der Lehrer: „Heute schreiben wir aber eine Mathearbeit!“. So etwa erging es den Absolventen. Zwei Formen mussten jeweils einzeln gelaufen werden: Poomsae Koryo und die besagte höhere Form, Poomsae Kumgang.
Doch auch diese Herausforderung wurde angenommen und erledigt. Anschließend ging es mit Angriff-Abwehrtechniken weiter. Danach Halte- und Würgegriffe, Stockabwehrkampf sowie Freikampf. Robert Driever und Wolfgang Rohleder zeigten ihr ganzes Können. Soraya Driever (3. Dan) stellte sich für ihre Mutter Heike Hollinger-Driever zur Verfügung und kämpfte gegen sie. Daraufhin folgte der Bruchtest.
Mündliche Prüfung zum Abschluss
Zwei Bretter mussten durchgeschlagen werden. Hier konnten die Prüflinge wählen zwischen Fuß- und Handtechniken. Zum Schluss folgte die mündliche Prüfung. Hier wurde ein breites Spektrum an Wissen abgefragt, das in koreanischer Sprache beantwortet werden musste. Prüfungsleiter Kim Kyung-Joong war mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden. Als das Ergebnis feststand, dass alle bestanden hatten, war die Erleichterung den durchgeschwitzten Kämpfern anzusehen. Der stundenlangen Anspannung folgte eine spürbare Euphorie. Anton Spindler gratulierte seinen Schülern, sparte nicht an Lob und war sichtlich stolz.
Von links: Robert Driever (2. Dan), Trainer und Großmeister Anton Spindler (6. Dan), Heike Hollinger-Driever (2. Dan), Prüfer Kim Kyung-Joon (9. Dan), Wolfgang Rohleder (2. Dan), Soraya Driever (3. Dan).