
Der Druck im Kessel war bei den Tischtennis-Cracks des TV Leiselheim vor dem Derby der Verbandsoberliga Rheinland/Rheinhessen gegen den 1. FSV Mainz 05 III immens. „Dieses Match müssen wir einfach gewinnen, um nicht den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren“, hatte TVL-Kapitän Thomas Strieder sein Team auf Erfolg getrimmt. Die Mannschaft hielt Stand, weil insbesondere Leiselheims „Go-to Guy“ Stephan Kaiser voll ablieferte. Der Topspieler der Wormser riss dank einer famosen Leistung seine Mannschaft mit, die nach hartem Kampf mit einem 6:4-Heimsieg zwei wichtige Zähler einfuhr.
Die Szene hatte Symbolcharakter für die Partie. Stephan Kaiser bläst die Backen auf, reckt die Faust nach oben, weiß sofort, welche Bedeutung seinem Viersatz-Sieg über den besten Mainzer Fabian Scheib zukam. Abwehrstratege Maximilian Bury, Blockmonster Sebastian Gailing und erneut Stephan Kaiser stellten zwischenzeitlich auf 5:2. Aber die 05er gaben nicht auf, kamen auf 5:4 heran. Es hing nun alles am 16-jährigen TVL-Youngster Richard Strieder. Wichtig: Sein bester Schlag, der Vorhand-Topspin, musste sitzen. Er saß immer wieder. Der Jüngste im Team behielt die Nerven, machte den Sack zu. Erleichterung pur bei Kaiserwetter überm Leiselheimer Trappenberg.
TV Leiselheim vs. 1. FSV Mainz 05 III 6:4
Punkte TVL: Stephan Kaiser / Maximilian Bury, Stephan Kaiser (2), Maximilian Bury, Sebastian Gailing, Richard Strieder.