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  • Di., 29. April 2025, 12:46 Uhr
    WZS: Zentrale Enthärtungsanlage in Osthofen geht in den Regelbetrieb

    Kalkablagerungen werden spürbar verringert

    Der Wasserwerk Zweckverband Seebachgebiet (kurz WZS) versorgte die rund 60.000 Verbraucher mit Trinkwasser aus mehreren Tiefbrunnen in Osthofen mit einer Wasserhärte von ca. 25°dH.
    Mit dem Bau einer zentralen Enthärtungsanlage auf dem Gelände in Osthofen wurden zusätzliche Tiefbrunnen erschlossen. Der Brunnen in Westhofen wurden einer neuen Nutzung zugeführt. Durch die Konzentration der Trinkwassergewinnung in Osthofen erhalten die Verbraucher einheitlich aufbereitetes Wasser.

    Bereits Ende 2024 wurde die zentrale Enthärtungsanlage erstmals in Betrieb genommen. Sie ergänzt die bestehende Filteranlage, die der Entfernung von Eisen und Mangan dient.

    Umfangreiche Optimierungen

    In den vergangenen Monaten wurden umfangreiche Optimierungen vorgenommen, um einen stabilen Regelbetrieb sicherzustellen. Anfangs auftretende, größere Schwankungen der Wasserhärte konnten deutlich reduziert werden, sodass sich zuletzt eine Härte zwischen 13° und 15°dH bei den Verbrauchern eingestellt hat.

    Über die Osterfeiertage erfolgte eine umfassende Revision der gesamten Anlage. Ab Mitte Mai wird die Anlage in den automatischen Regelbetrieb überführt.

    Das Trinkwasser wird dann am Ausgang des Wasserwerks eine Härte von 13° bis 15°dH aufweisen. Das Wasser wird dann vom ursprünglichen Härtebereich „hart“ in den Härtebereich „mittel“ eingeordnet.

    Die Wasserhärte wird maßgeblich durch die im Wasser enthaltenen Mineralien Calcium und Magnesium bestimmt, die aus den Böden unserer Grundwasserleiter gelöst werden. Kalkablagerungen, etwa in Haushaltsgeräten, entstehen hauptsächlich durch Calcium. Die zentrale Enthärtungsanlage in Osthofen halbiert in etwa die Calcium-Konzentration, wodurch Kalkablagerungen spürbar verringert werden.

    Bei der Enthärtungsanlage in Osthofen handelt es sich um eine Schnellentcarbonisierungsanlage, was vielleicht etwas kompliziert klingt, beschreibt in Wahrheit ein relativ einfaches Verfahren. 

    Trinkwasserqualität bleibt gewährleistet

    Durch Anhebung des pH-Werts fällt Kalk aus dem Wasser aus, genau dort, wo er gezielt entnommen werden kann. In sogenannten Reaktoren werden dazu feine Sandkörner (0,2 bis 0,4 mm) eingesetzt, an denen sich der Kalk anlagert. Diese Sandkörnchen wachsen mit Kalk auf und können dann ab einer bestimmten Größe (etwa 1 mm) aus dem Wasser entfernt werden. Durch das Mischen mit nichtenthärtetem Wasser wird die Wasserhärte eingestellt. Die einwandfreie Trinkwasserqualität bleibt immer gewährleistet. Das wichtige Spurenelement Magnesium bleibt dem Wasser erhalten. 

    Weniger Entkalkungen nötig

    Insbesondere bei der Warmwasseraufbereitung fällt Kalk als Calciumkarbonat aus. Durch die nun geringere Wasserhärte sinkt der Verbrauch an Wasch- und Reinigungsmitteln, beispielsweise bei Spül- und Waschmaschinen. Wasserkocher, Kaffeemaschinen und Vollautomaten müssen deutlich weniger entkalkt werden. 
    Ein Weiterbetrieb privater Enthärtungsanlagen wird für nicht mehr notwendig gehalten. Wer seine Anlage dennoch weiter nutzen möchte, sollte die neuen Wasserhärtewerte bei der Einstellung berücksichtigen. 

    Wird die private Anlage stillgelegt, muss sie vom Trinkwassernetz getrennt werden. Ein Sanitärinstallateur hilft hierbei gerne weiter.

    Weitergehende Informationen und regelmäßige Messungen der Gesamthärte am Wasserwerksausgang werden unter www.wzs-osthofen.de veröffentlicht. 

     

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