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  • Mo., 03. Juni 2024, 10:59 Uhr
    WORMS: Erstes Abschlusskonzert des diesjährigen Kammermusikkurses der Lucie-Kölsch-Musikschule

    Kammermusik mit Zukunft





    Ensemblekonzert – Prof. Olga Nodel (rechts) mit den Teilnehmern des Ensemblekonzertes. Foto: Familie Nishino


    Beim ersten Abschlusskonzert des Kammermusikkurses der Lucie-Kölsch-Musikschule am Montag vor einer Woche in der Lutherkirche konnte Prof. Olga Nodel fünf Ensembles präsentieren, die zeigten, was sich – bei guter Vorbereitung – an einem verlängerten Wochenende so alles auf die Beine stellen ließ. Da waren von den ersten Schritten im Ensemble bis zur höchsten Kunst alle Schwierigkeiten in der Kammermusikliteratur vertreten.

    Den Beginn machte das junge Quartett - Marlen Graf und Melissa Cankardas (Violine), Sarah Hirschburger (Violoncello) zusammen mit Mentorin Anastasia Gurbakova (Viola) - mit zwei Sätzen aus der „Suite of the Day“ von Hillary Burgoyne und einem Allegro von Ignatz Pleyel. Noch am Anfang stehend zeigte das Quartett, wie wichtig und wie erfüllend es ist, frühzeitig mit dem gemeinsamen Musizieren zu beginnen, um vielleicht auch einmal die großen Werke, die im Anschluss zu hören waren, selbst zu spielen.

    Selina Macholdt und Tatiana Thilman (Violine), Marc Niehaus (Viola) und Nila Kaiser (Violoncello) präsentierten sich überzeugend mit drei Sätzen aus dem bekannten „Quintenquartett“ op. 76 Nr. 2 von Joseph Haydn. Eine hervorragende Leistung zeigten Frederic Busch und Georg Zhang (Violine), Alexandra Shofman (Viola) und Mentorin Katharina Schmitt (Violoncello) mit dem Kopfsatz des anspruchsvollen 2. Streichquartetts in a-moll op. 51 Nr. 2 von Johannes Brahms.

    Mit „Navarra“ op.33 von Pablo de Sarasate, für zwei Violinen und Klavier, kam ein echtes Virtuosen-Stück zum Vortrag. Liliana Müller und Emilie Lucia Wolf meisterten es- begleitet von Olga Nodel am Klavier – mit Bravour. Den Abschluss und zugleich Höhepunkt des Abends bildete das Streichsextett op. 4 „Verklärte Nacht“ von Arnold Schönberg.

    Prof. Olga Nodel gab zunächst eine Einführung in dieses anspruchsvolle Werk und ließ einzelne Teile daraus im Voraus spielen sowie das dem Werk zugrunde liegende Gedicht von Richard Dehmel rezitieren, bevor Samuel Langlitz und Kenta Nishino (Violine), Benjamin Shofman und Ga-Chai Chu, (Viola), Lysander Francescatti und Floris Kurth (Violoncello) mit unglaublicher Konzentration, Elan und Spielfreude dieses epochale und stilprägende Werk zu einer glanzvollen Aufführung brachten. Bravorufe und stürmischer Applaus für die Ausführenden und die Dozentinnen Anastasia Gubarkova, Katharina Schmitt und Prof. Olga Nodel, beendeten einen beeindruckenden Abend.

    Ein Glücksfall für Worms, dass es solche Kammermusikkurse – leider fast unbemerkt – bereits seit zehn Jahren gibt.



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