
Der Besuch der Schwimmbäder im Landkreis Alzey-Worms soll für alle Menschen ein Ort der Erholung, Freude und Sicherheit sein. Um das Bewusstsein für sexualisierte Gewalt und Grenzüberschreitungen zu stärken, haben die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis gemeinsam mit dem Warbede Frauennotruf Alzey die Kampagne „Flossen weg!“ ins Leben gerufen.
„Gegenüber sexualisierter Gewalt zeigen wir null Toleranz“, betonte Landrat Heiko Sippel bei der Eröffnung der Kampagne im Wartbergbad Alzey. Der Landkreis stehe für einen konsequenten Umgang mit sexualisierten Übergriffen und Grenzüberschreitungen sowohl in der Gesellschaft als auch in den Schwimmbädern.
„Sexuelle Belästigung kann überall im öffentlichen Raum passieren, auch im Freibad. Sie stellt eine große Belastung für Betroffene dar und häufig herrscht Unsicherheit, wie mit diesen Situationen umgegangen werden kann“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Dr. Vera Lanzen. Genau hier setze die Kampagne an: Mitarbeitende sollen sensibilisiert werden, Situationen ernst zu nehmen und Betroffenen sicher und angemessen zu unterstützen.
Kern der Kampagne ist die Schulung des Schwimmbadpersonals von Seiten des Warbede Frauennotrufs Alzey. Der Frauennotruf freue sich, so Anke Gilpatrick, „Teil der Kooperation zu sein und unsere fachliche Expertise in den Schulungen des Schwimmbadpersonals einzubringen“.
Am Ende der Saison gebe es ein evaluierendes Fazit, erklärte Lanzen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen in die Weiterentwicklung des Projekts einfließen, um den Schutz vor sexualisierten Übergriffen in den Schwimmbädern nachhaltig zu stärken.
Ergänzend zu den Plakaten, die in allen vier Schwimmbädern an prominenten Stellen platziert werden gibt es mehrsprachige Flyer. Nach dem Auftakt im Wartbergbad Alzey wird die Kampagne auch in den Freibädern Wörrstadt, Wöllstein und Eich umgesetzt.
Weitere Kooperationspartner sind die Stadt Alzey, die Polizeiinspektion Alzey, der Bäderbetrieb Alzey sowie der Schwimmverein Neptun 1894 Alzey e.V. Die Kampagne „Flossen weg!“ basiert auf einem erfolgreichen Konzept aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen, das für den Landkreis übernommen und angepasst worden ist.
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